Erdatmosphäre: Ozonloch wird kleiner - positive Nachricht
Baku, 17. September, AZERTAC
Die Entdeckung des Ozonlochs 1985 versetzte Menschen weltweit in Angst und Sorge: Das Risiko für Hautkrebs, Erblindung, Ernteausfälle und Hungersnöte könne weltweit steigen, wenn die schützende Ozonschicht in der Erdatmosphäre noch weiter verschwinde, so die Szenarien. Mittlerweile fruchten die Gegenmaßnahmen: Das Ozonloch wird wieder kleiner.
Die schützende Ozonschicht um die Erde erholt sich weiter. Das berichtet die Weltwetterorganisation. Das Ozonloch war demnach im vergangenen Jahr kleiner als in den Jahren 2020 bis 2023.
Anlässlich des heutigen Weltozontags meldet die Weltwetterorganisation der Vereinten Nationen (WMO) positive Nachrichten. Die schützende Ozonschicht der Erde zeigt weitere Anzeichen der Erholung. Das Ozonloch war 2024 kleiner als in den Vorjahren. Es lag auch unter dem langjährigen Durchschnitt.
Verantwortlich für diese positive Entwicklung ist das weltweite Verbot ozonschädigender Stoffe wie FCKW. Diese wurden lange Zeit unter anderem in Kühlschränken oder Haarspraydosen verwendet. Vor 40 Jahren trat dann das UNO-Übereinkommen zum Schutz der Ozonschicht in Kraft. Die WMO geht davon aus, dass sich die Ozonschicht grundsätzlich bis Mitte des Jahrhunderts wieder auf das Niveau der 1980er Jahre erholen wird. Über der Antarktis werde dieses Niveau jedoch vermutlich erst im Jahr 2066 erreicht. Die dortigen Bedingungen bremsen die Regeneration besonders stark.
Eine dünne Ozonschicht lässt mehr schädliche UV-Strahlung zur Erde gelangen. Das kann bei Menschen Hautschäden oder Hautkrebs auslösen, ebenso wie Grauen Star. Pflanzen werden ebenfalls geschädigt.