Farhad Mammadov: Deutschland zeigt großes Interesse für Erweiterung Grünen-Energie-Projekts
Berlin, 19. November, AZERTAC
„Wie Sie wissen, wird das Projekt „Kaspisches Meer – Schwarzes Meer – Europa Grüner Energiekorridor“ von Aserbaidschan, Georgien, Rumänien und Ungarn umgesetzt. Es sieht vor, die in Aserbaidschan erzeugte grüne Energie mit einer Kapazität von 4 Gigawatt bis 2040 auf die europäischen Märkte zu exportieren. Das Projekt soll in drei Phasen realisiert werden: die erste Phase 2032, die zweite 2036 und die dritte 2040.“
Das sagte Farhad Mammadov, Geschäftsführer der „Green Energy Corridor Energy Company“ (Energiegesellschaft Grüner Energiekorridor) in einem Interview mit AZERTAC während der Präsentation des Projekts in Berlin.
Mammadov hob zudem hervor, dass im Oktober die Aufnahme des Projekts in den nächsten Zehnjahres-Netzentwicklungsplan (TYNDP) der Europäischen Netzbetreiber für Übertragungsnetze (ENTSO-E) von besonderer Bedeutung sei. Zum ersten Mal sei ein aserbaidschanisches grünes Energieprojekt in den langfristigen Entwicklungsplan Europas aufgenommen worden.
Zur Bedeutung der Veranstaltung in Berlin erklärte Mammadov: „Vor allem muss die technisch-wirtschaftliche Machbarkeitsstudie dieses Projekts in den kommenden Monaten abgeschlossen werden. Außerdem arbeiten wir derzeit an Geschäftsmodellen und prüfen die Exportmöglichkeiten unserer grünen Energie. Wir untersuchen das Potenzial, das Projekt von Ungarn bis nach Österreich und in das Bundesland Bayern in Deutschland zu verlängern, und arbeiten aktuell daran. In den kommenden Tagen werden wir diese Fragen in mehreren Treffen diskutieren. Die deutsche Seite zeigt dabei großes Interesse. Während der Präsentation konnten wir dieses Interesse beobachten: Die Teilnehmer beteiligten sich aktiv an den Diskussionen und stellten Fragen. Insofern erfüllt es uns mit großer Freude, dass Aserbaidschan bereits als Produzent und Exporteur grüner Energie anerkannt wird.“