Forderung nach engerer Verbindung zwischen Zentralasien und Südkaukasus
Baku, 20. April, AZERTAC
Zwischen Zentralasien und dem Südkaukasus wächst nach Einschätzung des aserbaidschanischen Analysten Farid Schafiyev das Interesse an einer engeren Zusammenarbeit. Dies erklärte der Vorsitzende des Zentrums für Analyse internationaler Beziehungen bei einem Online-Forum von Denkfabriken aus der Golfregion und Zentralasien.
Schafiyev betonte zudem, dass wirtschaftliche Notwendigkeiten, politische Überlegungen und globale Entwicklungen die regionale Kooperation zunehmend zu einer strategischen Notwendigkeit machten. Für Binnenstaaten sei der Zugang zu stabilen Transitwegen entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Entwicklung.
Aserbaidschan spiele dabei eine zentrale Rolle als Transitkorridor zwischen Zentralasien und europäischen Märkten. Der Experte verwies auf den Ausbau multimodaler Infrastruktur und die wachsende Bedeutung des Kaspischen Raums für Handel und Logistik.
Zugleich hob er die steigende wirtschaftliche Verflechtung hervor: Der Handel Aserbaidschans mit zentralasiatischen Staaten sei zuletzt deutlich gewachsen und habe im Jahr 2025 die Marke von einer Milliarde US-Dollar überschritten.
Auch geopolitische Unsicherheiten in anderen Regionen, etwa im Nahen Osten, verstärkten laut Schafiyev die Bedeutung stabiler Land- und Korridorverbindungen innerhalb Eurasiens.