Japanische Wirtschaft verliert an Schwung
Baku, den 13. August (AZERTAG). Rückschlag für die weltweit drittgrößte Volkswirtschaft. Das japanische Wachstum hat sich im zweiten Quartal deutlich abgebremst. Das Land bekommt auch die europäische Schuldenkrise zu spüren.
Die japanische Wirtschaft bekommt die globale Konjunkturabkühlung zu spüren. Das Wachstum der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft verlangsamte sich im zweiten Quartal überraschend kräftig. Das Bruttoinlandsprodukt legte nur noch um 0,3 Prozent zu von noch 1,3 Prozent zu Jahresbeginn, wie die Regierung in Tokio mitteilte.
Experten hatten ein Plus von 0,6 Prozent gegenüber dem ersten Quartal erwartet. Zum einen verlor der Aufwärtstrend beim Binnenkonsum an Schwung. Zum anderen lasten die Folgen der Euro-Schuldenkrise auf der Exportwirtschaft. Auf das Jahr hochgerechnet ergibt sich ein Zuwachs von 1,4 Prozent. Experten hatten hier mit 2,5 Prozent gerechnet.
Moderates Wachstum erwartet-Die Regierung erwartet zwar für den Jahresverlauf - auch dank des anhaltenden Wiederaufbaus nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe vom März 2011 - weiterhin ein moderates Wachstum. Der Konjunkturabschwung in Übersee mache sich aber bereits bemerkbar, sagte Wirtschaftsminister Motohisa Furukawa.
Die neuen Daten könnten zusätzlichen Konjunkturhilfen der japanischen Notenbank den Weg bereiten. Diese hatte erst kürzlich gewarnt, dass der Abschwung im Exportgeschäft die Wirtschaft im zweiten Halbjahr belasten werde.
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