Kanada: Mindestens zehn Menschen wurden getötet
Baku, 11. Februar, AZERTAC
In der kanadischen Gemeinde Tumbler Ridge sind am Dienstag mindestens zehn Menschen erschossen worden. Auch der mutmaßliche Schütze sei „mit offenbar selbst zugefügten Verletzungen“ tot aufgefunden worden, hieß es von der Polizei.
Bei dem Vorfall wurden den offiziellen Angaben zufolge mindestens 25 Menschen verletzt. Sie seien zur Behandlung in eine örtliche Klinik gebracht worden.
Die Schüsse fielen laut Polizei in einer Schule und in einem Wohnhaus: In dem Schulgebäude seien die Leichen von sechs Menschen gefunden worden, in dem Wohnhaus starben zwei Personen. Eine weitere Person sei auf dem Weg ins Krankenhaus verstorben. Die beiden Tatorte stehen ersten Ermittlungen zufolge miteinander in Verbindung.
Über die Hintergründe der Tat und das mögliche Motiv des Schützen ist bisher nichts bekannt. Auch zur Identität der Opfer machten die Behörden zunächst keine Angaben.
Kanadische Medien berichteten, es handle sich um eine Täterin. Die Polizei machte dazu bisher keine Angaben. Sie erklärte aber, nicht von weiteren Verdächtigen auszugehen: Eine anhaltende Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe nicht.
Es sei eine „sich rasch entwickelnde und dynamische Lage“ gewesen, erklärte der Kommandant der örtlichen Polizei, Ken Floyd. „Das war ein unglaublich schwieriger und emotionaler Tag für unsere Gemeinde.“
Tumbler Ridge liegt in der Provinz British Columbia im Westen Kanadas. In der Gemeinde leben etwa 2400 Menschen.
Premier Carney sagt Reise nach München ab - Kanadas Premierminister Mark Carney schrieb in einer Mitteilung , er sei erschüttert über die Schusswaffenvorfälle. Er sprach den Familien und Freunden der Betroffenen sein Beileid aus und erklärte: „Unsere Fähigkeit, in Krisenzeiten zusammenzuhalten, ist das Beste an unserem Land – unser Mitgefühl, unsere Einheit und unsere Anteilnahme füreinander.“ Seine geplante Reise zur Münchner Sicherheitskonferenz sagte Carney ab. Das Treffen beginnt am 13. Februar.