Kasachstans Vizepremier: Abschlussbericht zum Flugzeugabsturz der Azerbaijan Airlines in wenigen Monaten erwartet
Baku, 7. August, AZERTAC
Der stellvertretende Premierminister Kasachstans, Kanat Bosumbajew, hat sich gegenüber der Nachrichtenagentur Kasinform zum Stand der Ermittlungen rund um den Absturz des Flugzeugs der Azerbaijan Airlines nahe der Stadt Aktau geäußert.
Er betonte, dass das Verkehrsministerium intensiv an der Untersuchung arbeite und die beteiligten Fachleute durch die Zusammenarbeit mit internationalen Experten aus verschiedenen Ländern neue Kenntnisse und Erfahrungen gewonnen hätten.
„Ein Teil der Ausrüstung befindet sich noch im Ausland zur Untersuchung, wird jedoch in Kürze zurückgebracht. Die Analyse nähert sich dem Abschluss, und die Experten beginnen mit der Ausarbeitung des Abschlussberichts. Ich denke, wir müssen etwas Geduld haben. Der Bericht wird in einigen Monaten fertiggestellt sein“, sagte der Vizepremier.
Bezüglich der Ursachen äußerte er sich zurückhaltend: „Die einzige Frage – und ich möchte das nicht politisieren – ist, wie genau der Schaden entstanden ist. Diese Frage sollte durch die sprengtechnische Untersuchung beantwortet werden, die von den Strafverfolgungsbehörden durchgeführt wird. Soweit ich informiert bin, wurden Anfragen an Länder gestellt, in denen Waffentypen mit denselben Einschlagselementen verwendet werden, wie sie im Rumpf des abgestürzten Flugzeugs gefunden wurden. Ich gehe davon aus, dass bis Ende des Jahres alle relevanten Ergebnisse vorliegen werden“, so Bosumbajew weiter.
Das Flugzeug der Azerbaijan Airlines, das auf dem Weg von Baku nach Grosny war, stürzte am 25. Dezember in der Nähe von Aktau in der Region Mangistau ab. An Bord befanden sich 67 Personen, darunter fünf Besatzungsmitglieder. Bei dem Unglück kamen 38 Menschen ums Leben, 29 überlebten. Unter den Todesopfern waren auch sechs kasachische Staatsangehörige.
Am 30. Dezember forderte die Internationale Luftverkehrs-Vereinigung (IATA) eine umfassende, unparteiische und transparente Untersuchung des tragischen Absturzes von Flug AZAL 8243. Am 4. Februar veröffentlichte das kasachische Verkehrsministerium einen vorläufigen Untersuchungsbericht zum Unglück.