Die Aserbaidschanische Staatliche Nachrichtenagentur

Latschin liegt schon 26. Jahre unter armenischer Okkupation

Latschin liegt schon 26. Jahre unter armenischer Okkupation

Baku, 18. Mai, AZERTAC

Die Einnahme der Stadt Schuscha am 8. Mai 1992 schuf später Grundlagen für die Besetzung von anderen aserbaidschanischen Gebieten durch Streitkräfte Armeniens. Der nächste Schritt war die Okkupation von Latschin, das als Korridor zwischen Berg-Karabach und Armenien dient. Nach der Besetzung von Schuscha sperrten die armenischen Streitkräfte den Weg Schuscha-Latschin und nahmen die Stadt Latschin unter schweren Artilleriebeschuss. Das Ziel der armenischen Streitkräfte war es, ihre Position in den besetzten aserbaidschanischen Gebieten zu stärken, zwischen Berg- Karabach und Armenien, eine Verbindung herzustellen.

Kurz nach der Besetzung von Schuscha nahmen die Armenier am 18. Mai die alte aserbaidschanische Stadt Latschin ein. So wurde der 1835 Quadratkilometer große Rayon Latschin und 125 Dörfern von den armenischen Streitkräften besetzt. Zweifellos hätte die armenische Gemeinde von Berg-Karabach ohne große fremde Hilfe aserbaidschanische Gebiete niemals besetzen können, und wenn sie es auch wollte. Solcherweise konnten die Armenier unter dem Vorwand der Umsetzung der Idee “Selbstbestimmung“ den Latschin Korridor zwischen Berg-Karabach und Armenien durch Waffengewalt einzunehmen. Die Besetzung von Latschin zeigte, dass der Krieg weit über die Grenzen Berg-Karabachs hinausgedrungen ist und Armeniens Eroberungssucht noch größer ist. Durch diesen Korridor, den die Armenier als “humanitären Korridor“ betrachteten, wurden nach Karabach zahlreiche militärische Kräfte transportiert, große Menge von Waffen und Munitionen geliefert.

Infolge der Okkupation von Latschin wurden ca. 60 Tausend Einwohner von Latschin aus ihren ständigen Wohnorten vertrieben und in 59 Städten und Bezirken des Landes umgesiedelt. Darüber hinaus kamen 267 Verteidiger und Ortsbewohner ums Leben, weitere 66 Einwohner des Rayons als Geisel genommen, 120 Personen sind invalid geworden, 871 Kinder wurden zu Waisen.

Bis zur Okkupation des Rayons existierten in Latschin eine Stadt, eine Siedlung sowie 125 Dörfer mit Einwohnerzahl von 63000 Menschen. In Latschin wurden 13 Tausend 745 Privathäuser, 48 Industrieobjekte, 61 Landwirtschaftsbetriebe, 125 Schulen, 5 außerschulische und 2 Kindereinrichtungen, eine Fachschule, 142 medizinische Einrichtungen, 217 Kultur-und 460 Handelszentren, 30 Kommunikationsnetze, eine Reihe von Museen, 54 historische Denkmäler von Weltbedeutung, über 200 Geschichtsdenkmäler von lokaler Bedeutung völlig zerstört. Außerdem wurden 20 Heilwasserquellen und zahlreiche Marmor-, Kalk-, Gold- und Uranvorkommen, reiche Bodenschätze, 26.647 Hektar große baumreiche Wald von Armeniern ungesetzlich angeeignet. Im Zuge der armenischen Okkupation wurde dem Rayon Latschin im Gesamtbetrag von mehr als 7,1 Milliarden Dollar Schaden zugefügt.

Mehr als 74.000 Einwohner der Region Latschin leben seit 26 Jahren in 59 Städten und Rayons des Landes sowie in den 84 Siedlungen im Bezirk Agjabadi. In den verflossenen Jahren wurden die Lebensbedingungen von mehr als 13.000 Binnenvertriebenen aus Latschin deutlich verbessert. Man baute für sie eine Reihe von neuen Siedlungen im Takhtakorpu-Gebiet des Agjabadi Rayons. Die Arbeiten werden in dieser Richtung fortgesetzt.

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