Machado übergibt Trump ihre Friedensnobelpreismedaille
Baku, 16. Januar, AZERTAC
Vor der Bekanntgabe des Friedensnobelpreises im vergangenen Oktober gab es nur eine Person, die Anspruch auf die Ehrung erhob: Donald Trump. Mehrfach erklärte der US-Präsident, dass er die Auszeichnung verdient habe. Alles andere wäre „eine Beleidigung“ für die Vereinigten Staaten, sagte er etwa Ende September vor US-Militärvertretern auf dem Stützpunkt Quantico. Trump begründete seinen Anspruch mehrfach damit, dass er „sieben Kriege“ beendet habe. An dieser Sichtweise gibt es zumindest Zweifel .
Allein: Trump ging leer aus, stattdessen wurde die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Die Enttäuschung im Weißen Haus war groß. An diesem Donnerstag folgte dann eine ungewöhnliche Wendung.
Machado war zu Besuch bei Trump in Washington, es ging bei dem nicht öffentlichen Treffen um die Zukunft Venezuelas. Dabei überreichte Machado nach eigenen Angaben die Nobelpreismedaille an Trump. Dies sei in Anerkennung seines Engagements für die Freiheit des venezolanischen Volkes geschehen. Machado äußerte sich nach dem Treffen der beiden nicht dazu, ob Trump ihr Geschenk angenommen hat. Stunden später äußerte sich dann Trump selbst auf seiner Plattform Truth Social. Es sei eine „große Ehre“ gewesen, Machado zu treffen, schreibt der US-Präsident in seinem Eintrag . Machado sei eine „wunderbare Frau“. Sie habe ihm ihren Nobelpreis für seine Arbeit geschenkt. „Was für eine wundervolle Geste gegenseitigen Respekts. Danke, Maria!“