Nordkorea meldet Test von Hyperschallraketen
Baku, 5. Januar, AZERTAC
Die geopolitischen Folgen des US-Angriffs auf Venezuela sind noch gar nicht abzusehen. Doch Reaktionen gibt es reichlich. Eine davon kommt aus Pjöngjang. Nach dem Schritt der USA hat Nordkorea nach eigenen Angaben Hyperschallraketen getestet.
Die Raketenstarts hätten am Sonntag stattgefunden, um die militärische Einsatzfähigkeit zur Kriegsabschreckung zu prüfen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Montag (Ortszeit).
Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un habe den Test beaufsichtigt. „Es ist eine sehr wichtige Strategie, die starke und zuverlässige nukleare Abschreckung aufrechtzuerhalten oder auszubauen“, wurde Kim zitiert. Dies gelte vor dem Hintergrund „der jüngsten geopolitischen Krise und verschiedener internationaler Umstände.
Hyperschallraketen gelten als besonders gefährlich, da sie aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit besonders schwer von konventionellen Raketenabwehrsystemen abzufangen sind.
Nordkorea ist es durch Uno-Beschlüsse untersagt, ballistische Raketen jeglicher Reichweite zu starten. Abhängig von der Bauart können solche Geschosse auch mit einem Atomsprengkopf ausgerüstet werden. Trotz internationaler Sanktionen testet das weithin isolierte Land immer wieder atomwaffenfähige Raketen.