Polizei findet menschliche Köpfe an Strand in Ecuador
Baku, 12. Januar, AZERTAC
Die ecuadorianische Polizei hat am Sonntag mehrere menschliche Köpfe entdeckt, die an einem Touristenstrand zur Schau gestellt waren. In Onlinediensten veröffentlichte Fotos zeigten fünf Köpfe, die mit Seilen an zwei Holzpfosten am Strand von Puerto López festgebunden waren. Auf einer Holztafel daneben wurde Bandenmitgliedern gedroht, die die vor Ort als „Impfkarten“ bekannten Schutzgelder erpressen.
„Die Stadt gehört uns“, hieß es darauf. Und: „Wenn ihr weiterhin Fischer ausraubt und Impfkarten verlangt – wir haben euch bereits identifiziert.“
Die Küstenstadt Puerto López liegt im Südwesten des südamerikanischen Landes und ist ein beliebtes Ziel für Touristen zur Beobachtung von Walen. Am selben Strand waren im Dezember mindestens neun Menschen bei Gewalttaten getötet worden, darunter ein Baby. Die Behörden machten dabei Auseinandersetzungen zwischen örtlichen Banden verantwortlich.
Das zwischen Kolumbien und Peru – den beiden weltgrößten Produzenten von Kokain – gelegene Ecuador hat sich zu einem wichtigen Transitland für den Drogenhandel entwickelt. Der rechtsgerichtete Präsident Daniel Noboa hat in mehreren Provinzen den Notstand ausgerufen und Truppen zur Bekämpfung der Drogenbanden entsandt, bislang allerdings mit geringem Erfolg.
Im Jahr 2025 lag die Mordrate in Ecuador bei 52 pro 100.000 Einwohner, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Sie beruft sich dabei auf Angaben von Aktivisten zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität.