Präsident Ilham Aliyev: Zunehmende geopolitische Spannungen zeigen die Fragilität jahrzehntelanger Entwicklung auf
Baku, 20. April, AZERTAC
„Die Wirtschafts- und Sozialkommission der Vereinten Nationen für Asien und den Pazifik bleibt eine der inklusivsten und wirkungsvollsten regionalen Plattformen der Vereinten Nationen und spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung nachhaltiger Entwicklung sowie der Erleichterung regionaler Konnektivität, des Handels und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Wir freuen uns, zu dieser wichtigen Arbeit beizutragen, insbesondere in einer Zeit, in der der Multilateralismus gestärkt werden muss“, sagte Präsident Ilham Aliyev in seiner Ansprache an die Teilnehmer der 82. Sitzung der UN-ESCAP.
„Wir treffen uns in einer Zeit wachsender globaler Unsicherheit. Eskalierende geopolitische Spannungen und Konflikte unterstreichen weiterhin die Fragilität von internationalem Frieden und Sicherheit sowie die Verwundbarkeit von Entwicklungserfolgen, die über Jahrzehnte erzielt wurden. In diesem Zusammenhang bekräftigt Aserbaidschan sein unerschütterliches Bekenntnis zu den Prinzipien der Souveränität und territorialen Integrität von Staaten. Seit 2021, als ich dieses angesehene Gremium erstmals angesprochen habe, hat der Südkaukasus tiefgreifende Veränderungen durchlaufen. Aserbaidschan hat seine Souveränität und territoriale Integrität vollständig wiederhergestellt und eine Friedensagenda mit Armenien eingeleitet. Auf dem Washingtoner Gipfel im vergangenen August, der von Präsident Donald Trump der Vereinigten Staaten von Amerika ausgerichtet wurde, wurden historische Fortschritte bei der Normalisierung der Beziehungen zwischen Aserbaidschan und Armenien erzielt“, heißt es in der Ansprache.
„Heute erleben wir die Dividenden des Friedens. Die Handelsbeziehungen zwischen Aserbaidschan und Armenien haben begonnen, und Aserbaidschan ermöglicht nun den Transit für Armenien. Gegenseitige Besuche von Vertretern der Zivilgesellschaft tragen zum Vertrauensaufbau bei. Gleichzeitig führt Aserbaidschan einzigartige und groß angelegte Wiederaufbauprojekte in den befreiten Gebieten durch, die während der Besatzung vollständig zerstört wurden. Das Programm „Grosse Rückkehr“ schreitet gut voran. Mehr als 80.000 Menschen sind in die Regionen Karabach und Ost-Sangesur zurückgekehrt – um ihr Leben neu aufzubauen, sich wieder mit ihrer Heimat zu vereinen, zu studieren und zu arbeiten. Landminen stellen jedoch weiterhin eine ernsthafte humanitäre und entwicklungspolitische Herausforderung dar – eine, die auch mehrere Länder in der ESCAP-Region betrifft und eine verstärkte internationale Zusammenarbeit erfordert. Seit dem Ende des Konflikts im Jahr 2020 wurden mehr als 400 aserbaidschanische Zivilisten durch Landminenexplosionen getötet oder verletzt“, heißt es abschließend in der Botschaft.