Die Aserbaidschanische Staatliche Nachrichtenagentur

Präsidenten von Aserbaidschan und der Slowakischen Republik gaben Presseerklärungen ab VIDEO

Bratislava, 8. Dezember, AZERTAC

Am 8. Dezember gaben der Präsident der Republik Aserbaidschan Ilham Aliyev und der Präsident der Slowakischen Republik Peter Pellegrini in Bratislava Presseerklärungen ab.

Zunächst gab der slowakische Präsident eine Erklärung abgab.

Erklärung von Präsident Peter Pellegrini

–Meine Damen und Herren, ich freue mich sehr, heute im Präsidentenpalast in der Slowakei den Präsidenten der Republik Aserbaidschan, Herrn Ilham Aliyev, begrüßen zu dürfen.

Herr Präsident, ich freue mich, dass Sie meiner Einladung gefolgt sind. Dies ist der erste offizielle Besuch eines aserbaidschanischen Präsidenten in der Slowakei. Dies bestätigt unser gegenseitiges Interesse auf höchster Ebene. Wir beabsichtigen, eine strategische Partnerschaft aufzubauen und weiterzuentwickeln. Wir haben ausführliche Gespräche in erweitertem und in bilateralem Format geführt. Wir haben uns bereits in der Vergangenheit mehrfach getroffen. Wie immer wurden unsere Gespräche offen und herzlich geführt, denn unsere Länder sind befreundet und unsere Beziehungen waren stets auf hohem Niveau.

Die Slowakei betrachtet Aserbaidschan als strategisch wichtigen Partner in seiner Region. Aserbaidschan hat die größte Volkswirtschaft im Südkaukasus, liegt am Schnittpunkt von Asien und Europa und verfügt über reiche Energiequellen. Ich freue mich, dass unser Handelsumsatz wächst; hier ist ein deutliches Wachstum zu verzeichnen. Wir haben heute ebenfalls festgestellt, dass hier noch ungenutztes Potenzial vorhanden ist.

Letztes Jahr wurde die Gemeinsame Erklärung zur Strategischen Partnerschaft zwischen unseren beiden Ländern unterzeichnet, die unsere Beziehungen auf ein höheres Niveau gehoben hat. Unsere Zusammenarbeit in allen Bereichen von gemeinsamem Interesse kann auf ein hohes Niveau gebracht werden. In Zukunft werden wir die Zusammenarbeit zwischen der Slowakei und Aserbaidschan weiter vertiefen – in den Bereichen Verteidigungsindustrie, moderne Technologien, Studentenaustausch, Tourismus, Kultur und anderen Sektoren.

Im Namen des slowakischen Volkes möchte ich Herrn Präsidenten und der Republik Aserbaidschan gratulieren, da nach vielen Jahren ein Friedensvertrag zwischen Aserbaidschan und Armenien paraphiert wurde. Sie wissen, dass dieses Abkommen im Weißen Haus im Beisein von Präsident Donald Trump unterzeichnet wurde. Aserbaidschan lebt heute in Frieden, und seine Bürger sowie die Gesellschaft konzentrieren sich auf die Entwicklung des Landes. Der Fokus liegt nun auf der Post-Konflikt-Phase.

Aserbaidschan kann in der Slowakei eine führende Rolle spielen. Es geht um die Diversifizierung unserer Energieversorgung. Natürlich müssen wir wissen, dass Aserbaidschan langfristig ein strategischer Partner für uns sein kann. Unsere Delegationen werden die Gespräche fortsetzen, sodass dies auch eine vorteilhafte Vereinbarung für die Slowakei wird und wir die Ressourcen Aserbaidschans nutzen können.

Die Verteidigungsindustrie ist ein sehr wichtiger Bereich. Wir entwickeln diesen Bereich bereits. Wir haben nicht die Absicht, einfach Waffen nach Aserbaidschan zu verkaufen. Wie Sie wissen, ist dieser Bereich in der Slowakei sehr gut entwickelt. Wir haben große Erfahrung in selbstfahrenden Artilleriesystemen, Munition und anderen Produkten. Wir können gemeinsam mit Aserbaidschan Technologie transferieren, die Finanzierung Aserbaidschans nutzen und zusammen produzierte Produkte an Drittländer verkaufen.

Ich freue mich, dass während des Besuchs unseres stellvertretenden Premierministers und Verteidigungsministers, Herrn Kaliňák, die aserbaidschanische Seite Interesse am Kauf automatischer Artilleriesysteme gezeigt hat und bereits ihre Absicht bekundet wurde. Ich bin überzeugt, dass diese Waffentypen die aserbaidschanischen Streitkräfte stärken werden.

Gemeinsame Unternehmen, Partnerschaften, Technologietransfer – wir sind entschlossen, in diesem Bereich noch enger zusammenzuarbeiten, und selbstverständlich können auch andere Bereiche dazukommen. Wie Sie wissen, baut ein slowakisches Unternehmen in der Region Karabach eine „Smart City“. Gleichzeitig ist unsere Export-Import-Bank bereit, verschiedene Projekte zu finanzieren.

Abschließend möchte ich noch einmal betonen, dass Aserbaidschan und die Slowakei befreundete Länder sind. Zwischen uns kann es engere Beziehungen geben. Ich freue mich, dass die ungarische Fluggesellschaft „Wizz Air“ aktiv unsere Länder verbindet und die Flüge ausweitet. Es könnten nun auch Direktflüge von Bratislava nach Baku aufgenommen werden, da dies zwei dynamisch wachsende Regionen sind, was auch Gegenstand unserer Gespräche war.

Herr Präsident, ich begrüße Sie erneut in Bratislava. Ich bin überzeugt, dass Ihr offizieller Besuch den Beginn einer neuen, wichtigen Phase unserer Zusammenarbeit markieren wird. Ich freue mich sehr, Sie bald wiederzusehen. Ich danke Ihnen nochmals, dass Sie meiner Einladung gefolgt sind. Wir haben uns zwar in Baku getroffen, aber als offizieller Präsidentenbesuch war dies Ihr erster in der Slowakei.

Nochmals, Herr Präsident, herzlich willkommen in der Slowakei.

Dann gab der aserbaidschanische Präsident eine Erklärung abgab.

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Erklärung von Präsidenten Ilham Aliyev

– Sehr geehrter Herr Präsident,

liebe Freunde,

zunächst möchte ich Ihnen, Herr Präsident, für die Einladung und die Gastfreundschaft meinen Dank aussprechen.

Ich bin überzeugt, dass mein offizieller Besuch in der Slowakei einen sehr positiven Einfluss auf die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern haben wird.

Wie Sie bereits betont haben, ist dies der erste offizielle Besuch des Präsidenten Aserbaidschans in der Slowakei. Natürlich zeigen die Gespräche, die wir sowohl im Vier-Augen-Format als auch mit Beteiligung der Delegationen geführt haben, erneut, dass die Slowakei und Aserbaidschan im wahrsten Sinne des Wortes freundschaftliche Länder und strategische Partner sind.

Wie Sie erwähnt haben, haben die Slowakei und Aserbaidschan im vergangenen Jahr die Gemeinsame Erklärung zur strategischen Partnerschaft unterzeichnet. Dieses Dokument hat unsere Beziehungen auf die höchste Ebene gehoben. Seit der Unterzeichnung dieses Dokuments erleben wir eine sehr aktive Zusammenarbeit in allen Bereichen.

Sie haben bereits ausführlich über unsere bilaterale Agenda berichtet. Ich möchte nur ergänzen, dass unsere gemeinsamen Teams in allen genannten Bereichen aktiv arbeiten. Die gemeinsame Wirtschaftskommission erweitert ihre Tätigkeit. Im traditionellen Kooperationsbereich Energie werden konkrete Projekte umgesetzt. Letztes Jahr wurde zum ersten Mal aserbaidschanisches Gas in die Slowakei geliefert, und Aserbaidschan kann die Energieressourcen im erforderlichen Umfang und nach Bedarf für die Slowakei bereitstellen.

Ich muss auch betonen, dass unsere reichen Gasvorkommen es heute ermöglichen, Erdgas in viele Länder der Welt zu exportieren. Die Zahl der Länder, die aserbaidschanisches Gas beziehen, hat 14 erreicht. Als Lieferant von Gas über Pipelines stehen wir an erster Stelle. Durch die Erschließung neuer Gasfelder werden zusätzliche Ressourcen gewonnen, wodurch die Versorgung der Slowakei und ihrer Nachbarländer mit aserbaidschanischem Gas in noch größerem Umfang möglich sein wird.

Derzeit beträgt unser gesamter Gasausstoß etwa 25 Milliarden Kubikmeter, davon wird die Hälfte an europäische Länder geliefert. Heute beziehen acht Mitgliedsstaaten der Europäischen Union aserbaidschanisches Gas und sichern damit ihre Energieversorgung.

Über ein weiteres vielversprechendes Kooperationsfeld, das Sie bereits erwähnt haben, handelt es sich um die Verteidigungsindustrie. In diesem Bereich sehen wir die Zusammenarbeit aus der Perspektive der Entwicklung der Industrie. Wir beabsichtigen nicht, Krieg zu führen. Für uns gehören Kriege der Vergangenheit an. Es geht vielmehr darum, Synergien zu schaffen, indem slowakische Technologien und aserbaidschanische Finanzmittel kombiniert werden, um neue Produkte zu entwickeln, die auch für die Weltmärkte interessant sein können. Dies wird uns zudem als Teil der technologischen Entwicklung erhebliche Vorteile bringen. Wir arbeiten an konkreten Projekten in diesem Bereich.

Vor genau einem Monat, am 8. November, haben wir den fünften Jahrestag des Befreiungskrieges gefeiert, und unter den Ehrengästen den stellvertretenden Premierminister und den Verteidigungsminister der Slowakei zu sehen, war eine besondere Freude. Dafür sind wir dem slowakischen Staat und der Regierung dankbar. Solche Gesten zeigen erneut, dass wir im wahrsten Sinne des Wortes freundschaftliche Länder sind. Die zuständigen Regierungsvertreter haben Anweisungen erhalten, die Zusammenarbeit in den kommenden Jahren noch weiter zu vertiefen.

Die erfolgreiche Entwicklung der Slowakei unter Ihrer Führung erfüllt uns mit großer Freude. In Ihrem Land herrschen Stabilität und wirtschaftlicher Fortschritt. Die Slowakei verfügt über ein sehr starkes Industriepotenzial. Besonders beeindruckend ist, dass die Slowakei eine unabhängige Außenpolitik verfolgt. In manchen Fällen bedeutet dies, dass gewisse Herausforderungen zu bewältigen sind. Doch dies hält Sie nicht von Ihrem Kurs ab, und in unserer Region genießt Ihr Land und Ihre Führung größten Respekt.

Aserbaidschan hingegen hat seine außenpolitischen Prioritäten schon lange definiert. Gleichzeitig fungieren wir heute als Brücke zwischen Ost und West. Die Investitionen, die wir in Infrastruktur, Konnektivität und den Transportsektor getätigt haben, ermöglichen es Aserbaidschan heute, zu einem wichtigen Segment des Ost-West-Transportkorridors zu werden. Wir nehmen aktiv am Projekt „Mittlerer Korridor“ teil. Die zuverlässigste und sicherste Route, die Zentralasien mit Europa verbindet, verläuft durch das Gebiet Aserbaidschans.

In den kommenden Jahren werden wir unsere Möglichkeiten durch zusätzliche Investitionen in den Bereich Konnektivität und Transport weiter ausbauen. Ich bin der Ansicht, dass wir diesen Bereich bei der Entwicklung der Beziehungen zwischen der Slowakei und Aserbaidschan nicht außer Acht lassen sollten, da er ein enormes Potenzial bietet.

Gleichzeitig haben wir heute über Informationstechnologien und die Einrichtung von Datenzentren gesprochen. Der Vorteil Aserbaidschans liegt darin, dass wir über ein ausreichend großes Energiepotenzial verfügen. Das derzeit ungenutzte Energiepotenzial beträgt etwa 2 Gigawatt und wird in den nächsten fünf Jahren auf 8 Gigawatt anwachsen. Selbstverständlich ist die Energiequelle ein entscheidender Faktor für den Betrieb von künstlicher Intelligenz und Datenzentren. Natürlich spielt auch das Klima eine wichtige Rolle. Obwohl wir ein Land im Süden sind, haben wir sehr kalte Regionen, in denen die meiste Zeit des Jahres frostige Wetterbedingungen herrschen. Daher übernehmen wir unsere Rolle als Standort für internationale Datenzentren und möchten in diesem Bereich mit slowakischen Unternehmen zusammenarbeiten.

Herr Präsident, ich möchte Ihnen nochmals für Ihre Gastfreundschaft danken. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, Sie zu einem offiziellen Besuch nach Aserbaidschan einzuladen. Sie waren bereits mehrmals in Aserbaidschan, aber bisher noch nicht in einem offiziellen Besuch als Präsident. Sollten Sie Zeit haben, sind wir bereit, Sie im nächsten Jahr in Aserbaidschan willkommen zu heißen, und wir würden uns sehr darüber freuen. Nochmals vielen Dank.

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