Protestaktionen gegen Armeniens Minenkrieg finden in europäischen Städten statt
Baku, 22. Oktober, AZERTAC
Im Rahmen der internationalen Kampagne „Eine minenfreie Welt“ hat der aserbaidschanische gemeinnützige Verein „Gilavar Photo Club“ eine weitere Fotoausstellung in Mailand, Italien, organisiert.
Die Besucher wurden informiert, dass der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan zwar beendet sei, die von den armenischen Streitkräften während der Besatzung verlegten Landminen jedoch weiterhin eine erhebliche Gefahr für die Zivilbevölkerung darstellten und einen dauerhaften Frieden gefährdeten. Armenien müsse seinen Verpflichtungen gegenüber Aserbaidschan nachkommen und verlässliche Minenkarten zur Verfügung stellen.
Die Protestaktion stieß auf großes öffentliches Interesse.
Im Rahmen der Kampagne fanden bereits mehrere Fotoausstellungen statt. am 5. Oktober in Genf (Schweiz), am 7. Oktober in Brünn (Tschechien), am 9. Oktober in Ljubljana (Slowenien), am 11. Oktober in Sarajevo (Bosnien und Herzegowina), am 13. Oktober in Zagreb (Kroatien), am 15. Oktober in Salzburg (Österreich) und am 17. Oktober in Rom (Italien).
Der „Gilavar Photo Club“ gehörte zu den Gewinnern des Förderwettbewerbs 2026 mit dem Titel „Initiativen zur Problematik von Minen und nicht explodierter Munition“. Der Wettbewerb wurde von der Agentur für staatliche Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen der Republik Aserbaidschan und dem Fonds für den Wiederaufbau Karabachs in Zusammenarbeit mit der Nationalen Agentur für Minenräumung Aserbaidschans (ANAMA) ausgeschrieben.
Unterdessen organisierte der gemeinnützige Verein „Garabagh Missing Families“ Protestaktionen von Angehörigen vermisster Aserbaidschaner in Europa, die sich gegen Armenien richteten.
Am 20. Oktober versammelten sich Angehörige vermisster Aserbaidschaner zu einer Protestaktion vor dem Europäischen Parlament. Eine weitere Demonstration fand am 21. Oktober auf dem Schuman-Platz in Brüssel, der Hauptstadt Belgiens, statt.
In einer während der Proteste verlesenen Erklärung wurde auf das Schicksal der Familien aufmerksam gemacht, die seit mehr als 30 Jahren auf Nachrichten über ihre vermissten Angehörigen warten. Demnach gelten seit der Besatzung aserbaidschanischer Gebiete durch Armenien insgesamt 4.010 Aserbaidschaner als vermisst, darunter 71 Kinder, 288 Frauen und 319 ältere Menschen.
Die Erklärung wies zudem darauf hin, dass Landminen in Wohngebieten, auf Friedhöfen und sogar in der Umgebung von Massengräbern verlegt worden seien, in denen nach der Befreiung der Gebiete die sterblichen Überreste mehrerer vermisster Personen gefunden worden seien.
Abschließend wurde betont, dass die Klärung des Schicksals der Vermissten angesichts der Fortschritte auf dem Weg zum Frieden von besonderer Bedeutung sei.