„Turandot“ – lang erwartete Premiere im Heydar-Aliyev-Palast
Baku, 25. Oktober, AZERTAC
Im Heydar-Aliyev-Palast wurde Giacomo Puccinis berühmte Oper „Turandot“ mit großem Beifall erstmals in einer neuen Inszenierung aufgeführt. Die Premiere besuchte auch Leyla Aliyeva, Vizepräsidentin der Heydar-Aliyev-Stiftung.
Nach 98 Jahren kehrt das Werk damit auf die aserbaidschanische Bühne zurück. Die eigens für Baku konzipierte Inszenierung entstand unter der Regie von Mikayil Mikayilov und der Ausstattung von Mustafa Mustafayev.
Bei der Premiere am 24. Oktober sang der aserbaidschanische Tenor Yusif Eyvazov die Rolle des Calaf. Für ihn war es die erste Darstellung dieser Partie in Aserbaidschan. Die italienische Sopranistin Carmen Giannattasio verkörperte Turandot, am Dirigentenpult stand die italienische Maestra Beatrice Venezi.
Die Produktion umfasst drei Besetzungen. Bei den drei Premierenabenden übernehmen unterschiedliche Solisten die Hauptrollen; auch die musikalische Leitung wechselt.
„Turandot“ zählt zu Puccinis bekanntesten Opern. Die Uraufführung fand am 25. April 1926 an der Mailänder Scala unter der Leitung von Arturo Toscanini statt. Puccini konnte sein letztes Werk vor seinem Tod 1924 nicht vollenden, Franco Alfano ergänzte den Schluss anhand seiner Skizzen.
Die Handlung erzählt von Prinzessin Turandot, die ihre Freier mit drei Rätseln auf die Probe stellt. Wer scheitert, wird zum Tode verurteilt. Prinz Calaf löst die Rätsel und gewinnt schließlich Turandots Liebe.