Die Aserbaidschanische Staatliche Nachrichtenagentur

Scheki ist bekannt für Khanspalast aus dem 18. Jahrhundert und Karawansereien

Baku, 13. September, AZERTAC

Scheki ist eine Stadt in Nordwest-Aserbaidschan, die sich durch ihre antiken Bauten, nationale Architektur, Handwerkskunst, einzigartige Kochkunst, Humor und Folklore besonders auszeichnet.

Im Mittelalter hatte die Stadt viele Namen, wie Scheke, Scheki, Schaka, Schakki, Schakne, Schaken, Schakkan und Schekin.

Nach einer Schlammflut 1772 wurde die Stadt an den heutigen Ort verlegt. In der Folgezeit, besonders nach der Auflösung des Khanats 1819, wurde die Stadt nach dem nahen Dorf Nuxa genannt. 1968 wurde die Umbenennung rückgängig gemacht.

Die ältesten Siedlungsspuren in Scheki sind mehr als 2700 Jahre alt. Die Erstbesiedlung erfolgte in der späten Bronzezeit.

Im ersten Jahrhundert war Scheki eine der größten Städte Albanias. Der Haupttempel der Albani befanden sich in der Stadt. Nach der arabischen Invasion wurde Scheki dem Abbasiden-Kalifat eingegliedert. Später gehörte es zum Gebiet der Schirwanschah und war ab etwa 1500 unabhängig. 1551 wurde es den Safawiden einverleibt. Nach 1747 war es die Hauptstadt eines unabhängigen Khanats, dem Khanat Scheki. Das 1747 gegründete Scheki-Khanat war der stärkste Feudalstaat unter den aserbaidschanischen Khanaten.

Die Stadt wurde in ihrer Geschichte häufig verlassen und zerstört, weswegen die ältesten historischen Bauten aus dem 16. Jahrhundert stammen.

Scheki ist bekannt für den Khanspalast aus dem 18. Jahrhundert und die Karawansereien. Die Altstadt mit dem Khanspalast wurde im Jahr 2019 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Jahrhundertelang war diese Stadt im Nordwesten des Landes eine der wichtigsten Städte der Seidenstraße. Während der Epoche des Scheki Khanates entwickelte sich Scheki sowohl wirtschaftlich als auch kulturell.

Scheki gilt heute als ein architektonisches Schutzgebiet Aserbaidschans. Der Khanpalast von Scheki und seine vielfarbigen Fenster sind die wertvollste Perle dieses Schutzgebiets. Und die Platanen auf dem Hof des Palastes ist noch älter als Gebäude. Die Touristen, die hierher kommen, werden von einer einzigartigen Kombination von Traditionen der Volksarchitektur mit Baukunst des Khanpalastes sehr beeindruckt. Die Gemälde in Öl hier an den Wänden. Besonders auffallend sind zarte Netzarbeiten.

Diese Kunst hat ihre Wurzeln im 18. Jahrhundert. Die gläsernen Mosaiksteine werden in Rahmen aus Kastanie oder Walnussholz eingepasst.

In diesen Fenstern, die Schäbäkä heißen, sind mehr als 14.000 Stück verarbeitet, ohne Kleber oder Nägel. Eine Einlegearbeit, die viel Geduld verlangt. Um sie herzustellen, tauschten die Handwerker zu Zeiten der Seidenstraße Murano-Glas aus Italien gegen Gewürze und Seide ein. Für einen Quadratmeter Schäbäkä braucht man sechs Monate. Wenn man nur einen Millimeter daneben liegt, kann man das gesamte Werk wegwerfen. Um den Khanpalast zu restaurieren, nutzten sie kleine Zangen. Sie benötigten gut zwei Jahre. Die einzelnen Holzsegmente werden mit einander verknüpft. Dann setzt man das Glas ein. Wenn man sich nur um einen Millimeter vertut, klappt gar nichts mehr. Die Schäbäkä sind wie das Licht: Zerbrechlich im Aussehen, aber robust und zuverlässig im Alltag.

Der Khanpalast von Scheki ist die ehemalige Sommerresidenz der Khane von Scheki. Er liegt in der Zitadelle der Stadt Scheki, umgeben von Burgmauern. Das Gebäude wurde im 18. Jahrhundert errichtet. Zum Palast der Khane von Scheki gehörten früher weitere Trakte. Der Sommerpalast ist als einziger erhalten. Er wurde 1797 im Auftrag von Khan Muhammed Hassan errichtet.

Der zweigeschossige Bau hat drei Säle und zwei Vorzimmer in jedem Stockwerk. Dabei waren im Erdgeschoss die Räume für offizielle Anlässe, darüber die privaten Zimmer. Daher sind die Stockwerke nicht direkt miteinander verbunden. Die der Stadt zugewandte Hauptfassade spiegelt die innere Gliederung in der Anordnung der Fensterreihen und Bogennischen wider. Die Verzierung besteht aus bemalten Lisenen und farbigen Glasplatten.

Die Innenräume sind mit Malereien, Schnitzereien und Intarsien verziert, die geometrische Muster, Pflanzenmotive und figürliche Szenen darstellen. Die ältesten Verzierungen stammen aus dem 18. Jahrhundert. Zum oberen Stockwerk gehören zwei Balkone, die nischenartig von bogenförmigen Decken überdacht sind. Vor dem Schloss zum Garten hin befindet sich ein Bassin, rechts und links davon zwei große Platanen direkt vor dem Gebäude, die fast 500 Jahre alt sind.

Scheki ist eine der wichtigsten touristischen Routen im Nordwesten Aserbaidschans. In den letzten Jahren hat sich der Tourismus in jener Region deutlich entwickelt. Die Zahl der Besucher nimmt von Jahr zu Jahr zu.

 

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