TRIPP kein Konkurrenzprojekt zu bestehenden Verkehrskorridoren, sondern deren Ergänzung – Experte
Baku, 18. August, AZERTAC
Die Umsetzung des TRIPP-Projekts (Trump-Route für internationalen Frieden und Wohlstand) könnte nach Einschätzung des Wirtschaftsexperten Aslan Asimzade die geopolitische und geoökonomische Position Aserbaidschans im Südkaukasus stärken.
Im Mittelpunkt stehe nicht nur eine dauerhafte Verkehrsverbindung zwischen dem aserbaidschanischen Kernland und Nachtschiwan, sondern auch die stärkere Einbindung Aserbaidschans in regionale und interkontinentale Verkehrsnetze. Nachtschiwan könnte sich dadurch von einer geografisch isolierten Region zu einem wichtigen Logistik- und Transitknotenpunkt entwickeln.
Asimzade betonte zudem, dass TRIPP bestehende Verkehrswege, insbesondere den Mittleren Korridor, nicht ersetzen, sondern ergänzen und neue alternative Routen schaffen könne. Dadurch könnten Transitpotenzial, wirtschaftliche Aktivitäten und die Bedeutung Aserbaidschans als regionales Logistikzentrum weiter zunehmen.
Bei einer erfolgreichen Umsetzung und Integration in die bestehende Infrastruktur könnte Nachtschiwan langfristig zu einem wichtigen Bindeglied zwischen Aserbaidschan, der Türkei, dem Südkaukasus, Iran und dem weiteren eurasischen Raum werden.