US-Bundesstaat Texas: Mann steckt sich bei Milchkühen mit Vogelgrippe an
Baku, 2. April, AZERTAC
In den USA ist zum zweiten Mal ein Mensch nachweislich an der Vogelgrippe H5N1 erkrankt. Die US-Gesundheitsbehörde CDC teilte am Montag mit, die betroffene Person habe sich über den Kontakt mit Milchkühen angesteckt.
Der Patient in Texas leide lediglich an geröteten Augen, was mit einer Bindehautentzündung zusammenhängen könne. Er werde mit dem gegen diese Grippe eingesetzten antiviralen Medikament behandelt und befinde sich bereits auf dem Weg der Besserung. In der vergangenen Woche war gemeldet worden, dass das Virus bei Kühen unter anderem in Texas gefunden worden war.
Weiter erklärte die CDC, die Gefahr für die US-Bevölkerung durch die Vogelgrippe bleibe gering, die Infektion wirke sich auf die Risikoeinschätzung der Behörde nicht aus. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation haben sich weltweit zwischen 2003 und 2023 nur 248 Menschen mit dem Virus infiziert . Bei 139 von ihnen endete die Erkrankung tödlich. In schweren Fällen kann unter anderem eine Lungenentzündung eine Folge der H5N1-Infektion sein.
Das Vogelgrippevirus H5N1 war zuletzt nicht nur bei Vögeln, sondern auch bei Säugetieren wie Füchsen, Ottern und Bären festgestellt worden. Diese Befunde könnten bedeuten, dass auch Menschen gefährdet sein könnten. Die erste Infektion eines Menschen in den USA war im Jahr 2022 im Bundesstaat Colorado erfolgt, der damals betroffene Patient hatte sich über den Kontakt mit Geflügel infiziert.
Sorge um antarktische Vogelwelt - Zuletzt war bekannt geworden, dass das Virus auch auf dem antarktischen Festland nachgewiesen wurde. So wurde der Erreger in toten Raubmöwen ermittelt, die Anfang des Jahres in der Nähe der Antarktisstation Primavera gefunden worden waren. Das erklärten das argentinische Antarktis-Institut und der oberste Rat für wissenschaftliche Untersuchungen in Spanien Ende Februar 2024.
Auf dem antarktischen Kontinent leben Hunderttausende Pinguine in dicht gedrängten Kolonien. Das tödliche Virus könnte sich dort nun leicht verbreiten. Vogelarten, die bisher nie in Kontakt mit der Vogelgrippe waren, gelten als besonders gefährdet.
Bislang galt die Antarktis neben Australien und Ozeanien als eine der letzten Regionen, die von dem aktuellen Vogelgrippeausbruch verschont geblieben sind.