Was macht den Sangesur-Korridor für die Welt so interessant?
Baku, 11. August, AZERTAC
Das internationale Interesse am Sangesur-Korridor nimmt vor allem wegen zweier Faktoren zu: Sicherheit und Infrastruktur. Nach dem Ende des Konflikts in der Region und der zunehmenden Stabilität wird die notwendige Verkehrs- und Transportinfrastruktur schrittweise aufgebaut.
Laut Verkehrsexperte Eltschin Yusifzade hat Aserbaidschan nach dem Sieg im 44-tägigen Krieg die Initiative für den Sangesur-Korridor vorangetrieben, die zunehmend internationale Unterstützung findet.
Auf aserbaidschanischem Gebiet werden derzeit wichtige Infrastrukturprojekte umgesetzt, darunter die 140,6 Kilometer lange Eisenbahnstrecke Horadiz–Aghband sowie die 123,8 Kilometer lange vierspurige bzw. sechsspurige Fernstraße Horadiz–Jabrayil–Zangilan–Aghband.
Nach Angaben des Experten sind rund 85 Prozent der Eisenbahnstrecke bereits fertiggestellt. Auch der Bau von Tunneln und Brücken an der Fernstraße ist weit fortgeschritten.
Damit seien sowohl die Sicherheitsvoraussetzungen als auch die notwendige Infrastruktur für den Sangesur-Korridor geschaffen. Der Korridor könnte daher in den kommenden Jahren in Betrieb genommen werden.