Wie Schlaf wichtig für den Aufbau einer Erinnerung unseres Immunsystems ist
Baku, den 30. März (AZERTAG). Die Nachtruhe ist nicht nur wichtig für Konzentration und Gedächtnis, sondern schützt auch vor Krankheiten. Das konnten Mediziner belegen. Die Schlafphasen haben dabei unterschiedliche Bedeutung.
Ein bisschen drehen oder ein Tastendruck genügt, um unsere Uhren auf die Sommerzeit zu trimmen. Doch nicht jede Uhr lässt sich so einfach umstellen. So gehorcht unsere innere Uhr eigenen Gesetzen und viele von uns tun sich mit der Zeitumstellung schwer. Eine Stunde früher aufstehen - das ist für viele Menschen die reinste Qual.
Gerade in der Woche nach der Umstellung der Uhren auf die Sommerzeit, sind Schlafstörungen deshalb besonders häufig. Und das beeinträchtigt auch das Wohlbefinden.
Studien haben gezeigt, dass der Wechsel zur Sommerzeit zu Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und vegetativen Beschwerden führt.
Der Verlust von einer Stunde Schlaf mag an sich zwar unangenehm sein, ist aber mittelfristig für die meisten Menschen folgenlos. Nach wenigen Tagen haben sich viele bereits daran gewöhnt, eine Stunde früher aufstehen zu müssen, sie haben ihren Rhythmus angepasst und schlafen wieder ausreichend lange. Die Müdigkeit und Konzentrationsstörungen der ersten Tage nach der Umstellung sind schnell wieder vergessen.
Dass der Schlaf nicht nur wichtig für das Gedächtnis des Gehirns ist, sondern auch für den Aufbau einer Erinnerung unseres Immunsystems.
Anschließend maßen die Wissenschaftler die Stärke der Immunantwort im Körper der Probanden. Sie stellten Erstaunliches fest: „Wer nach der Impfung länger schlief, hatte einen deutlich höheren Impfschutz als jene Probanden, die in der folgenden Nacht noch länger wach lagen. Dieser Unterschied ließ sich sogar noch ein Jahr nach der Impfung messen.Die Gedächtnisbildung von Gehirn und Immunsystem findet hauptsächlich in der ersten Hälfte des Nachtschlafs statt, im sogenannten Tiefschlaf. Das heißt aber noch lange nicht, dass man auf den restlichen Schlaf einfach verzichten kann. Untersuchungen haben zeigen können, dass auch die darauffolgenden Stunden Einfluss auf die Gedächtnisbildung haben.