Zwei Tote nach Hurrikan „Lidia“ in Mexiko
Baku, 12. Oktober, AZERTAC
Mit bis zu 220 Kilometern pro Stunde hat Hurrikan „Lidia“ im Westen Mexikos für starken Regen und Überschwemmungen gesorgt. In den Bundesstaaten Nayarit und Jalisco kamen nach offiziellen Angaben zwei Menschen ums Leben. Dennoch verlief der Tropensturm an der Pazifikküste glimpflicher als befürchtet.
„Die Auswirkungen waren nicht so groß, wie wir erwartet hatten“, sagte am Mittwoch der Gouverneur des Bundesstaates Jalisco, Enrique Alfaro. „Lidia“ war am Dienstagnachmittag (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 220 Kilometern pro Stunde an der Küste von Jalisco auf Land getroffen. Meteorologen warnen vor großen Wellen in Küstennähe in Schlammlawinen in höheren Lagen.
„Lidia“ war zuvor mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 220 Stundenkilometern in der Nähe des Badeortes Puerto Vallarta auf die mexikanische Pazifikküste getroffen.
In den Bundesstaaten Nayarit und Jalisco stürzten zahlreiche Bäume um und Straßen wurden überflutet. Tausende Soldaten und Polizisten waren im Einsatz. „Lidia“ hatte mit der Stärke vier von fünf auf der Hurrikanskala das Festland in der Ortschaft Las Peñitas, 55 Kilometer südwestlich des Urlaubsortes Puerto Vallarta, erreicht.
Das US-Hurrikanzentrum NHC hatte „Lidia“ als Hurrikan der zweithöchsten Kategorie vier eingestuft. „Lebensbedrohliche Winde und sintflutartige Regenfälle breiten sich landeinwärts im mittleren Westen Mexiko aus“, warnte das NHC. In Küstennähe müsse bei Flut zudem mit „großen und zerstörerischen Wellen“ gerechnet werden.
In einigen Regionen wurden Schulen geschlossen. Die mexikanische Regierung mobilisierte zudem rund 6000 Soldaten, um den Einwohnern der Unwetterregion zu helfen. „Bringen Sie sich an sicheren Orten in Sicherheit und halten Sie sich von niedrig gelegenen Gebieten, Bächen, Flüssen und Hängen fern“, schrieb Präsident Andrés Manuel López Obrador in Online-Netzwerken.
In Nayarit, Sinaloa und Jalisco hatten die Meteorologen vor bis zu 30 Zentimetern Niederschlag gewarnt. „Diese Regenfälle werden wahrscheinlich zu Sturzfluten und Überschwemmungen in den Städten sowie zu möglichen Schlammlawinen in höher gelegenen Gebieten führen“, warnte das NHC. Über dem Landesinneren schwächte sich der Sturm aber schnell wieder ab.
Mexiko wird zwischen Mai und November regelmäßig von tropischen Wirbelstürmen getroffen, sowohl an der Pazifik- als auch an der Atlantikküste. Durch den Klimawandel werden die Stürme nach Angaben von Experten häufiger und heftiger.