Präsident Ilham Aliyev besichtigt neue Elektrobusse und informiert sich über Modernisierung der Eisenbahninfrastruktur in Nachtschiwan AKTUALISIERT VIDEO
Nachtschiwan, 11. August, AZERTAC
Am 11. August besichtigten der Präsident der Republik Aserbaidschan, Ilham Aliyev, und First Lady Mehriban Aliyeva die neuen Elektrobusse, die in der Stadt Nachtschiwan künftig zum Einsatz kommen sollen, und informierten sich über die laufenden Modernisierungsarbeiten an der Eisenbahninfrastruktur der Autonomen Republik Nachtschiwan.
Der Minister für digitale Entwicklung und Verkehr, Raschad Nabiyev, und der Vorsitzende der geschlossenen Aktiengesellschaft „Aserbaidschanische Eisenbahnen“, Rovschan Rustamov, informierten den Präsidenten und die First Lady über die geleisteten Arbeiten.
Zunächst wurde der Präsident und die First Lady über die Eisenbahnprojekte entlang des Sangesur-Korridors informiert. Nach Abschluss der Projekte soll die jährliche Transportkapazität der Eisenbahn 15 Millionen Tonnen erreichen. Ein 30 Kilometer langer Abschnitt zwischen Horadiz, Yukhary Marjanly und Soltanly ist bereits vorübergehend in Betrieb. Seit Mai 2024 werden darüber Güter zum Industriepark „Wirtschaftszone Araz-Tal“ transportiert. Bislang wurden auf dieser Strecke insgesamt 43.000 Tonnen Fracht befördert.
Mit der Planung und dem Bau der Eisenbahnstrecke Nachtschiwan wurde 2025 begonnen. Die Strecke ist derzeit 188 Kilometer lang und soll nach dem neuen Projekt auf 194,2 Kilometer verlängert werden. Vorgesehen ist die Modernisierung von zehn Bahnhöfen und drei Bahnsteig-Haltepunkten.
Die Planungsarbeiten für den sieben Kilometer langen Abschnitt vom Bahnhof Salammalik bis zur Staatsgrenze zu Armenien sind abgeschlossen, und die Bauarbeiten haben begonnen. Ein Teil der Arbeiten zur Schaffung der erforderlichen Infrastruktur ist bereits fertiggestellt, während weitere Arbeiten fortgesetzt werden.
Für diesen Abschnitt wurden bereits sieben Kilometer Schienen und 7.000 Schwellen angeliefert. Bis Ende September sollen 6,3 Kilometer des Gleisoberbaus verlegt werden.
Für den verbleibenden Abschnitt, der 700 Meter von der Grenze entfernt liegt, sollen die Bauarbeiten nach Abschluss der Minenräumung und der Fertigstellung des TRIPP-Projekts zur Abstimmung der Planungen beginnen.
Zudem ist vorgesehen, den Abschnitt vom Bahnhof Sadarak bis zur türkischen Staatsgrenze künftig technisch und planerisch an die von der Türkei geplante Bahnstrecke Kars–Igdır–Diluju anzubinden. Die Türkei führt derzeit die entsprechenden Planungsarbeiten durch.
Für den öffentlichen Verkehr in Nachtschiwan wurden 60 im Land montierte Elektrobusse der Marke BYD angeschafft. Die jeweils 8,7 Meter langen Busse bieten Platz für 53 Fahrgäste. Ladestationen wurden eingerichtet und die Depotinfrastruktur modernisiert. Außerdem wurden ein digitales Leit- und Überwachungssystem sowie bargeldlose Zahlungsmöglichkeiten per Bankkarte, QR-Code, Apple Pay und Google Pay eingeführt.
Mit dem Projekt können auf 9 Linien jährlich rund 4,5 Millionen Fahrgäste befördert werden. Der Busverkehr soll in Echtzeit überwacht werden, um einen sicheren und unterbrechungsfreien Transport zu gewährleisten.
Das von „BakuBus“ betriebene Depot umfasst rund 3 Hektar. Es verfügt unter anderem über Wartungs- und Reparaturstationen, eine automatisierte Ladestation sowie eine Waschanlage mit einer Kapazität von 15 Bussen pro Stunde. Das Depot wird im Zweischichtbetrieb arbeiten und 200 Fahrer sowie 22 Verwaltungsmitarbeiter beschäftigen. Die monatlichen Gehälter der Fahrer sollen mehr als 1.000 Manat betragen.