Anschlag auf Isaf-Patrouille: Bombe tötet fünf US-Soldaten in Afghanistan
Baku, den 4. Mai (AZERTAG). Fünf US-Soldaten der internationalen Afghanistan-Truppe sind bei einem Sprengstoffanschlag im Süden des Landes ums Leben gekommen. Der Angriff auf die Isaf-Patrouille ist offenbar Teil einer Offensive, die die Taliban in der vergangenen Woche angekündigt hatten.
Bei einem Bombenanschlag sind fünf US-amerikanische Soldaten der internationalen Afghanistan-Truppe Isaf getötet worden. Der Anschlag habe sich im Süden des Landes ereignet, das teilten die Streitkräfte in Kabul mit. Offenbar ist der Angriff Teil einer am vergangenen Sonntag angekündigten Frühjahrsoffensive der Taliban.
Genauere Angaben zum Ort der Detonation machte das Militär nicht. Ein Sprecher des Gouverneurs der Provinz Kandahar sagte aber, die Isaf-Patrouille sei im Distrikt Maiwand unterwegs gewesen, einer traditionellen Taliban-Hochburg.
Isaf-Sprecher Luca Carniel bestätigte, dass es sich bei allen Todesopfern um US-Amerikaner handelt. Damit steigt die Zahl der in diesem Jahr getöteten Isaf-Soldaten auf 47. Gerade in den letzten Wochen war es vermehrt zu Angriffen gekommen, nachdem frühlingsbedingt wieder mildere Temperaturen in Afghanistan herrschen.
Erst am vergangenen Dienstag waren drei britische Soldaten in der Provinz Helmand ums Leben gekommen, als ihr Panzerfahrzeug über einen Sprengsatz rollte.
Der jüngste Sprengstoffanschlag ereignete sich vor dem Hintergrund von Berichten, wonach Afghanistans Präsident Hamid Karzai jahrelang große Mengen Bargeld vom US-Geheimdienst CIA bezogen haben soll. „Es ist ein offizielles Abkommen zwischen zwei Regierungen“, sagte Karzai. "Solche Dinge passieren überall auf der Welt, und für Afghanistan sind solche Abkommen besonders wichtig und nützlich.“