Britisch-Sansibarischer Krieg gilt als kürzester Krieg der Weltgeschichte
Baku, 8. April, AZERTAC
Es gab einen hundertjährigen Krieg, einen dreißigjährigen Krieg - doch zwischen Kriegserklärung und Kriegsende kann auch mal weniger als eine Stunde vergehen. So dauerte der Britisch-Sansibarische Krieg am Morgenzwischen 9:00 und 9:38 Uhr des 27. August 1896 lediglich 38 Minuten und ging damit als kürzester Krieg der Welt in die Geschichte ein.
Mit einer Dauer von nur 38 Minuten gilt er, zumindest dem Guinness-Buch der Rekorde nach, als kürzester Krieg der Weltgeschichte. Auf britischer Seite forderte er nur einen Verwundeten, auf sansibarischer Seite rund 300 Tote und 200 Verletzte.
Was zunächst amüsant klingt, war allerdings keineswegs ein lächerliches Ereignis - vor allem für die sansibarische Seite. Denn diese hatte insgesamt immerhin rund 500 Tote und Verletzte zu beklagen. Zudem festigte die Niederlage die Dominanz der britischen Kolonialmacht.
Doch worum ging es in dem Krieg genau? Nun, als der den Briten genehme Sultan starb, versuchte sein Cousin mit einem Staatstreich die Macht zu ergreifen. Die Briten hatten jedoch einen anderen Kandidaten auserkoren. Als der unerwünschte Cousin sich in Sansibar im Palast verschanzte und ein von den Briten erteiltes Ultimatum auslaufen ließ, eröffneten diese von Kriegsschiffen im Hafen aus das Feuer und stürmten schließlich in weniger als einer Stunde die Festung.