Die ethnischen Unruhen in Birma dauern an
Baku, den 27. März (AZERTAG). Rund 200 randalierende Buddhisten setzten in Birma eine Moschee in Brand und zerstören mehrere Häuser. Die ethnischen Unruhen in Birma dauern an. 40 Menschen wurden getötet.
In der Stadt Nattalin etwa 150 Kilometer nördlich der Wirtschaftsmetropole Rangun setzten in der Nacht zum Mittwoch etwa 200 randalierende Buddhisten eine Moschee in Brand, wie die Polizei bestätigte. Nach Angaben des Einwohners zerstörten sie zudem mehrere Häuser. Die Polizei sei überfordert gewesen. Die Behörden verhängten weitere Ausgangssperren über mehrere Städte.
Die neuen Unruhen waren vor einer Woche in der zentralbirmanischen Stadt Meiktila ausgebrochen. Ganze Stadtviertel und mehrere Moscheen gingen dort in Flammen auf. Mehr als 12.000 Menschen flohen nach UN-Angaben aus der Stadt, über die der Ausnahmezustand verhängt wurde. Am Samstag übernahm die birmanische Armee dann die Kontrolle über Meiktila.
Insgesamt plant das birmanische Militär nach Angaben seines Befehlshabers beim Übergang zur Demokratie eine größere politische Rolle zu spielen. General Min Aung Hlaing sagte am Mittwoch bei der Feier des Tages der Streitkräfte: „Während das Land sich in Richtung einer modernen Demokratie bewegt, spielt unser Militär eine führende Rolle in der nationalen Politik. Wir werden weitermarschieren, um den demokratischen administrativen Weg zu stärken, den das gesamte Volk wünscht.“
Birma wolle die militärische Zusammenarbeit mit anderen Ländern, insbesondere der Vereinigung Südostasiatischer Staaten (ASEAN) vertiefen und werde die internationalen Menschenrechtskonventionen einhalten, sagte der General weiter. Das Militär hatte 2011 nach fünf Jahrzehnten die Macht an eine gewählte Regierung übergeben.
Es besteht die Befürchtung, dass die Unruhen im Zuge der Demokratisierung des Landes zunehmen könnten. Insgesamt wurden in den vergangenen Tagen mindestens 40 Menschen getötet. Die Spannungen zwischen der buddhistischen Mehrheit und der muslimischen Minderheit in Birma waren während der jahrzehntelangen Militärdiktatur unterdrückt worden.