Facebook-Managerin Sandberg macht auf Steve Jobs
Baku, den 12. Januar (AZERTAG). Seit dem verpatzten Börsengang ist es still geworden um die Facebook-Managerin Sheryl Sandberg. Das wird sich bald ändern. Im Apple-Stil lädt das Netzwerk zu einer Präsentation - Thema geheim.
Das soziale Netzwerk Facebook hat sich scheinbar eine Seite aus Steve Jobs Regieanweisungen für überraschende Pressekonferenzen kopiert. Für den kommenden Dienstag lädt der US-Konzern Journalisten und Analysten zu einer Präsentation in seine Zentrale im kalifornischen Menlo Park ein.
Doch was genau Gründer Mark Zuckerberg und seine rechte Hand Sheryl Sandberg zeigen wollen, verraten sie nicht - die Einladungskarte lockt vor schlichtem Facebook-Blau nur mit dem geheimnisvollen Satz „Komm und sieh, was wir bauen“.
Die Ankündigung platzte mitten in die Elektronikmesse CES in Las Vegas, prompt war Facebook dort Tagesgespräch. Auch der Aktienkurs reagierte sofort und stieg erstmals seit dem Absturz nach dem Börsengang im Sommer 2012 wieder über die 30-Dollar-Marke.
Facebook ist wieder in-Damit hat das kongeniale Duo an der Facebook-Spitze sein Ziel bereits erreicht, bevor auch nur ein Wort gesprochen wurde. Facebook ist wieder in bei Investoren und Nutzern, und nutzt die CES, um den Schwung aus dem erfolgreichen Weihnachts-Werbegeschäft ins neue Jahr hinüberzuretten.
Treibender Faktor hinter dem aktuellen Aufschwung im Tagesgeschäft ist Chief Operating Officer Sheryl Sandberg. Die 43-Jährige hält Gründer Zuckerberg den Rücken frei, sie verhandelt direkt mit großen Werbekunden, entwickelt die Angebote für sie weiter - und könnte auch hinter dem nun angekündigten neuen Produkt stecken.
Schon vor gut einem Jahr sinnierte die Harvard-Absolventin öffentlich auf einer Tech-Konferenz in New York darüber, dass die Integration von Facebook in Mobilgeräten so reibungslos wie nur irgend möglich funktionieren sollte. Insbesondere das Verschicken, Hochladen und Kommentieren von Bildern im Netzwerk - die auf Facebook meistgenutzte Funktion - funktionierte nicht so, wie Sandberg sich das wünschte.