Google muss erneut Bußgeld in Millionenhöhe bezahlen
Baku, 21. Dezember, AZERTAC
Der Suchmaschinenriese Google muss in Frankreich ein Bußgeld in Höhe von 150 Millionen Euro bezahlen. Der US-Konzern habe seine beherrschende Marktposition bei der Suchmaschinenwerbung ausgenutzt, teilte die französische Wettbewerbsbehörde mit.
Konkret werfen die Pariser Wettbewerbshüter Google vor, durch undurchsichtige Regeln für Werbetreibende die Entwicklung alternativer Angebote verhindert zu haben.
"Außerordentlich marktbeherrschende Stellung" - Google habe eine "außerordentlich marktbeherrschende Stellung" im Bereich Suchmaschinenwerbung, sagte Behördenchefin Isabelle de Silva. Sie liege zwischen 90 und 100 Prozent. Der Konzern muss nun innerhalb von zwei Monaten klarstellen, wie es die Situation für seine Kunden verbessern will. Es handelt sich um die dritthöchste Strafe, die die französische Wettbewerbsbehörde nach eigenen Angaben bisher wegen Marktmissbrauchs verhängt hat.
Google ist zuletzt auch in den USA und in Brüssel unter Druck geraten. Im September hatten sich die Staatsanwälte fast aller US-Bundesstaaten für Kartellermittlungen gegen Google zusammengetan. Die Untersuchung soll nach früheren Angaben klären, ob Google den Wettbewerb im Geschäft mit Werbung im Internet behinderte.
Die EU-Wettbewerbshüter hatten Google im März mit rund 1,49 Milliarden Euro zur Kasse gebeten. Bei der Suchmaschinenwerbung im Dienst "AdSense for Search" seien andere Anbieter unzulässigerweise behindert worden, lautete die Begründung im Frühjahr.