Hikmat Hajiyev: Aserbaidschan und Armenien sind bei Friedensgesprächen einen Schritt weitergekommen
Schuscha, 20. Juli, AZERTAC
Das Treffen in Abu Dhabi wurde von aserbaidschanischer Seite als konstruktiv bewertet und entsprechend eingeschätzt. Ein besonderes Merkmal dieses Treffens war, dass keinerlei Vermittler oder dritte Parteien am Verhandlungsprozess beteiligt waren. Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass der Friedensprozess zwischen Armenien und Aserbaidschan vollständig auf bilateraler Basis geführt wird – ein Format, das bereits seit mehr als zwei Jahren die Grundlage für Gespräche zwischen den beiden Ländern bildet.
Wie AZERTAC berichtet, sagte dies Hikmat Hajiyev, Präsidenten-Assistent und Leiter der Abteilung für Außenpolitik der Präsidialverwaltung, in seiner Erklärung gegenüber Journalisten.
Laut Hajiyev wurden im Rahmen dieses bilateralen Formats bedeutende Fortschritte bei der Umsetzung der Friedensagenda erzielt. „Dazu zählen die Abstimmung des Textes des Friedensvertrags, die Grenzdelimitierung sowie die umfassende Sicherung des Friedens in der Region. Außerdem ist es gelungen, Elemente militärischer Konfrontation aus der Tagesordnung der armenisch-aserbaidschanischen Beziehungen zu entfernen und Konfliktthemen auf ein rein politisch-diplomatisches Niveau zu senken. Wir sind der Ansicht, dass dies für die regionale Friedensagenda von zentraler Bedeutung ist.“
Ein weiteres Thema der Gespräche war der Friedensvertrag selbst, fügte Hajiyev hinzu. Wie auch Präsident Ilham Aliyev betonte, hat Aserbaidschan im Rahmen eines temporären Übergangsmechanismus und unter Anwendung eines kreativen diplomatischen Ansatzes den Vorschlag gemacht, das Dokument vorerst zu parafieren. Dabei gehe es darum, bis zur Lösung offener Fragen – wie etwa der Problematik im Zusammenhang mit der armenischen Verfassung oder der vollständigen Auflösung der Minsk-Gruppe – diesen Schritt als Übergangslösung zu diskutieren.