Nasimi Aghayev: Bewahrung des Andenkens an in deutschen Kriegsgefangenenlagern ermordeten Aserbaidschaner ist ein zentrales Anliegen der Botschaft
Berlin, 6. Mai, AZERTAC
Heute haben wir im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald eine Gedenktafel für aserbaidschanische Kriegsgefangene enthüllt, die hier entrechtet, gefoltert und ermordet wurden. Dies ist bereits die vierte Gedenktafel, die wir als Botschaft in den vergangenen zwei Jahren in ehemaligen deutschen Kriegsgefangenenlagern eröffnet haben. Die erste Gedenktafel wurde 2024 im Kriegsgefangenenlager Dachau eröffnet. Im darauffolgenden Jahr folgte die Eröffnung in Sachsenhausen, vor zwei Wochen in Bergen-Belsen und heute in Buchenwald.
Das sagte der aserbaidschanische Botschafter in Deutschland, Nasimi Aghayev, im Gespräch mit Journalisten, berichtet AZERTAC.
Der Botschafter betonte, dass aserbaidschanische Kriegsgefangene hier verschiedenen Folterungen ausgesetzt waren, viele von ihnen ermordet und sogar im Krematorium verbrannt wurden. „Die Bewahrung ihres Andenkens ist für uns eine Mission und eine Pflicht. Deshalb haben wir zwei Jahre lang Gespräche mit der Gedenkstätte Buchenwald geführt und die Liste dieser Kriegsgefangenen ermittelt. Es stellte sich heraus, dass hier Hunderte aserbaidschanische Gefangene entrechtet und ermordet wurden. Wir werden diese Arbeit fortsetzen. Auch in anderen Kriegsgefangenenlagern in Deutschland werden wir unsere Bemühungen zur Ehrung ihrer Erinnerung weiterführen. Dies ist ein zentrales Anliegen der Botschaft. Zudem besuchen jährlich 500.000 Menschen die Gedenkstätte Buchenwald, wo sie sich vor Ort ein eigenes Bild vom Faschismus machen können. Nun werden sie beim Besuch der Gedenkstätte auch Informationen über aserbaidschanische Kriegsgefangene erhalten und die Möglichkeit haben, die Beiträge des aserbaidschanischen Volkes im Kampf gegen den Faschismus im Zweiten Weltkrieg kennenzulernen“, fügte Botschafter Aghayev hinzu.