Hurrikan „Milton“ steuert auf Florida zu
Baku, 7. Oktober, AZERTAC
Die Menschen im US-Bundesstaat Florida müssen sich auf einen weiteren schweren Sturm einstellen. Tropensturm „Milton“ über dem Golf von Mexiko wurde am Sonntagnachmittag von einem tropischen Sturm zu einem Hurrikan der ersten von fünf Kategorien hochgestuft.
Floridas Gouverneur Ron DeSantis rief am Sonntag für weitere Bezirke den Notstand aus, für Montag wurden erste Evakuierungen angeordnet. Der Wirbelsturm könne „große, große Auswirkungen“ haben und Sturmfluten von bis zu sechs Metern mit sich bringen, sagte DeSantis.
Warnung vor lebensbedrohlichen Sturmfluten und zerstörerischen Winden - Laut Vorhersagen wird „Milton“ voraussichtlich Mitte der Woche als Hurrikan an Floridas Westküste auf Land treffen. Das Hurrikanzentrum warnte vor lebensbedrohlichen Sturmfluten und zerstörerischen Winden.
Kevin Guthrie, der Chef der Abteilung für Katastrophenschutz in Florida, forderte die Menschen auf, sich auf die „größte Evakuierung vorzubereiten, die wir wahrscheinlich seit dem Hurrikan Irma 2017 erlebt haben“.
Vor gut einer Woche war der Sturm »Helene« als Hurrikan der zweithöchsten Kategorie im Nordwesten Floridas auf Land getroffen. Der Sturm schwächte sich dann ab, sorgte auf seinem Weg Richtung Norden aber für schwere Überschwemmungen und Zerstörung. Mehr als 200 Menschen in sechs Bundesstaaten kamen ums Leben – in Florida, Georgia, North Carolina, South Carolina, Tennessee und Virginia.
„Im Moment sind wir noch mit den Aufräumarbeiten nach ›Helene‹ beschäftigt“, sagte die Bürgermeisterin von Tampa, Jane Castor, dem Sender CNN. Sich den Regen eines neuen Sturms vorzustellen, sei schwierig – „ganz zu schweigen von der Sturmflut und den Schäden“.
Tropische Wirbelstürme entstehen über warmem Ozeanwasser. Experten zufolge erhöht die zunehmende Erderwärmung die Wahrscheinlichkeit starker Stürme. Die Hurrikansaison beginnt im Atlantik am 1. Juni und dauert bis zum 30. November. Die Stürme werden in alphabetischer Reihenfolge benannt.