Japans gigantische Unterwasser-Flugzeugträger
Baku, den 28. Februar (AZERTAG). Die japanische Marine baute im Zweiten Weltkrieg eine Flotte von Monster-U-Booten, die denen der USA deutlich überlegen waren: „Sen Toko“. Ziel: Panama-Kanal. Doch Japan machte strategische Fehler.
Am Morgen des 7. Dezember 1941 ging gegen 7.15 Uhr im US-Hauptquartier in Pearl Harbor die Meldung ein, dass der Zerstörer „Ward“ Jagd auf etwas machte, das er als Periskop eines U-Bootes identifiziert hatte. Tatsächlich handelte es sich um ein japanisches Mini-U-Boot, das an den Sperren vorbei in den Hafen schlüpfen wollte, um den kurz darauf beginnenden Luftangriff auf die amerikanische Pazifik-Flotte zu unterstützen. Später stellte sich allerdings heraus, dass von den fünf eingesetzten Mini-U-Booten keines einen Erfolg verbuchen konnte. Alle mussten vielmehr als Totalverluste abgeschrieben werden.
Gut vier Jahre später erreichten erneut japanische U-Boote die US-Flottenbasis auf Hawaii. Diesmal allerdings waren es die größten Unterwasserschiffe die bis dahin je gebaut worden waren und erst Jahre später von atomgetriebenen Booten übertroffen werden sollten. Die japanischen Einheiten hatten sich im Zuge der japanischen Kapitulation nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki ergeben und wurden schließlich nach Pearl Harbor geschleppt. Zu dem Zweck, für den sie erbaut worden waren, wurden sie niemals eingesetzt - ein weiterer Beleg für die These des amerikanischen Marine-Historikers Samuel Morison, der die japanische U-Boot-Kriegführung „am Rande der Idiotie“ bezeichnete.
Tatsächlich hat der Einsatz der japanischen U-Boote im Zweiten Weltkrieg weniger mit Intelligenz als vielmehr mit überkommenen Mentalitäten und schwindenden wirtschaftlichen Ressourcen zu tun. Was Technik und Logistik dagegen anging, waren die japanischen U-Boote denen Amerikas zu Beginn des Zweiten Weltkriegs deutlich überlegen.