Die Aserbaidschanische Staatliche Nachrichtenagentur

Japans riskante Zockermentalität

Baku, den 31. Mai (AZERTAG). Mit seiner Politik des lockeren Geldes weckt Japans Premier Shinzo Abe Hoffnungen auf einen Wirtschaftsaufschwung. Doch dramatische Kursverluste an der Tokioter Börse offenbaren die Risiken des Experiments - und geben einen Vorgeschmack auf ein mögliches Platzen der Blase.

Die Japaner verehren ihre Fischer fast so sehr wie die Amerikaner ihre Cowboys. Und daher horchte die Nation der Sushi-Esser Mitte der Woche auf, als ein paar hundert Helden der Meere vor das Parlament in Tokio zogen, um gegen die Regierung von Premier Shinzo Abe zu protestieren. Sie sehen sich als Opfer der neuen japanischen Wirtschaftspolitik, die bei der Mehrheit der Landsleute bislang Hoffnungen auf eine Erholung weckte.

Doch neuerdings kehrt Ernüchterung ein in Tokio. „Verteidigt die japanische Fischerei!“. Blaue Stirnbänder umgebunden, die Fäuste geballt, so schrien die Fischer ihre Wut in die Straßen des Regierungsviertels in Tokio. „Die Preise für Brennstoff steigen so rasant, dass es sich für uns nicht mehr lohnt, zum Fang auszulaufen“, klagt Fischer-Funktionär Eiichiro Takamatsu aus Fukuoka in Südjapan. „Die Regierung muss uns finanziell helfen, sonst gehen wir pleite.“

Schuld an ihrer Misere geben viele der Demonstranten „Abenomics“ - mit dieser Wortschöpfung aus dem Namen „Abe“ und dem englischen „Economics“ bezeichnen die Japaner die neue Heilslehre, mit der ihr Premier die Insel aus mehr als zwei Jahrzehnten der Dauerkrise erlösen will.

Abes Rezept klingt einleuchtend und erfolgversprechend. Bereits vor seinem Wahlsieg im Dezember versprach Abe, die japanische Notenbank zu einer Politik des lockeren Geldes zu zwingen. Um Japan vom chronischen Preisverfall - der Deflation - zu befreien, solle sich die Bank von Japan ein Inflationsziel setzen. Und in Erwartung steigender Preise würden die Verbraucher wieder Geld ausgeben und die Firmen wieder investieren.

Und tatsächlich schien Abes Politik bisher perfekt zu funktionieren. Allein mit seinen Ankündigungen sorgte er dafür, dass der Wechselkurs des Yen gegenüber dem US-Dollar bis Mitte Mai fast um ein Viertel fiel. Dank der verbilligten Währung können vor allem Japans Autobauer ihre Fahrzeuge im Ausland billiger verkaufen. Auch japanische Schiffswerften konkurrieren plötzlich wieder erfolgreich mit ihren Billigrivalen in Südkorea und China um Aufträge.

Umgekehrt leiden unter „Abenomics“ allerdings Branchen, die von Einfuhren abhängen - wie eben die erzürnten Fischer. Sie müssen ihre Kutter mit Treibstoff betanken, den Japan jetzt immer teurer importieren muss. Auch die Bäcker müssen mehr für Mehl bezahlen. Zugleich steigen die Strompreise. Denn da die meisten Kernkraftwerke seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima stillstehen, importiert Japan für seine Heizkraftwerke vermehrt Öl und Erdgas.

Diese Nachteile nahmen die Japaner bislang geduldig in Kauf. Sie hofften, dass „Abenomics“ langfristig funktioniert. Bestätigt wurden sie monatelang durch Erfolgsmeldungen von der Tokioter Aktienbörse. Der Nikkei-Index stieg von vergangenem November bis zum 22. Mai um 80 Prozent.

Labor für einen beispiellosen Großversuch - Abe, der vermeintliche Erlöser, kommt laut Meinungsumfragen auf Traumwerte von fast 70 Prozent. Auch das Ausland applaudiert dem Premier. Das britische Magazin „Economist“ feierte den Japaner auf seiner Titelseite kürzlich gar als Superman.

Tatsächlich hat Abe sein Land in ein Labor für einen beispiellosen Großversuch verwandelt. Von dessen Erfolg oder Misserfolg hängt ab, ob die drittgrößte Industrienation nach den USA und China wieder zum Motor der Weltkonjunktur wird - oder möglicherweise zum Auslöser einer neuen Finanzkrise.

Wie riskant das japanische Experiment ist, zeigte sich Donnerstag vergangener Woche. An nur einem Tag brach der Nikkei um 1143 Punkte ein, noch drastischer als unmittelbar nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers 2008.

Und auch an diesem Donnerstag nährte ein Minus von mehr als fünf Prozent beim Nikkei - er sackte unter die Marke von 15.000 Punkten - Ängste, dass die von Abe „vor allem mit viel Psychologie angefachte Blase“ (Yasunari Ueno, Chef-Ökonom des Wertpapierhauses Mizuho in Tokio) platzen könne.

Für die abgekühlte Euphorie machten Händler in Tokio mehrere Ursachen aus - von der Konjunkturflaute in China über ein mögliches Ende der lockeren US-Geldpolitik bis zu computergesteuerten Verkaufsprogrammen, mit deren Hilfe die mehrheitlich ausländischen Anleger am Tokioter Aktienmarkt spekulieren.

Nachricht in sozialen Medien teilen

Folgen Sie uns auf Social

Aserbaidschan nimmt am Bled-Wasserforum in Slowenien teil

Aserbaidschanische Küche bei internationalem Festival in Thessaloniki vorgestellt

Pakistan zur Teilnahme am 2. Aserbaidschanischen Internationalen Investitionsforum eingeladen

Türkei hofft auf Friedensabkommen zwischen Aserbaidschan und Armenien

Serbischer Sportminister zu Besuch in Aserbaidschan

Außenminister: Keine Unterbrechung bei Projekten zwischen Aserbaidschan, Türkei und Georgien

Aserbaidschanische Parlamentssprecherin lädt Vietnam zur aktiven Teilnahme am parlamentarischen Netzwerk der Bewegung der Blockfreien Staaten ein

Aserbaidschans Premierminister trifft vietnamesischen Generalstaatsanwalt

Welttag der Ozeane am 8. Juni

Außenminister von Aserbaidschan, der Türkei und Georgien treffen sich in Istanbul

Maka Botchorischwili: Positive Dynamik zwischen Aserbaidschan und Armenien wird zum Frieden in der Region beitragen

Aserbaidschan: 888 Kinder seit 2019 adoptiert

Tage der Aserbaidschanischen Kultur in Turkmenistan wurden mit einem Konzert des Staatlichen Tanzensembles abgeschlossen

Hakan Fidan: Türkisch-armenischer Normalisierungsprozess wird in enger Abstimmung mit Aserbaidschan fortgesetzt

Tote bei Erdbeben auf Philippinen - Tsunami-Warnungen wieder aufgehoben

Uno-Klimasekretariat warnt vor extremer Hitze bei der Fußball-WM

Aserbaidschanischer Para-Taekwondo-Kämpfer gewinnt Gold in Deutschland

Opec+Länder beschließen, die Ölförderquote für Juli um 188.000 Barrel pro Tag anzuheben

La Liga: Mourinho bekommt gigantische Transfer-Geschenke von Real

ANAMA: Vorige Woche mehr als 1 Tausend ha. Land von Minen und Blindgängern geräumt

Drei Medaillen für aserbaidschanische Judoka in Tallinn

La Liga: Pérez bleibt Real-Präsident

Xi Jinping zu Staatsbesuch in Nordkorea

Aktuelle Edelmetallpreise: Gold und Silber

Aserbaidschan stärkt Wirtschaftskooperation in St. Petersburg

Ölpreise an Börsen zugelegt

Aserbaidschans Außenminister zu Arbeitsbesuch in der Türkei

Festival für Oldtimer und Sportwagen in Baku beendet

Angriff im Asowschen Meer: Zustand verletzter Aserbaidschaner stabil

Weltcup in Baku: Gold für aserbaidschanische Akrobatik-Gymnastinnen

Aserbaidschan präsentiert sich beim Null-Abfall-Forum in Istanbul

Paschinjan: TRIPP-Projekt soll allen Ländern der Region zugutekommen

Kulturtage: Fotoausstellung über Aserbaidschan in Arkadag eröffnet

Umweltkooperation: Botschafter wirbt für Partnerschaft zwischen Nord- und Südeuropa

Forum in Hamburg: Aserbaidschanische Ingenieure beraten über Smart Cities

Tennis: Alexander Zverev will bei French Open ersten Grand-Slam-Titel gewinnen

French Open: Mirra Andrejewa gewinnt Finale gegen Maja Chwalinska

SpaceX schließt Milliarden-Vertrag mit Google

Aserbaidschans U21 besiegt Bahrain deutlich

Aserbaidschan und Moldau bauen Zusammenarbeit im Agrarsektor aus

Chinesische Studenten präsentieren aserbaidschanische Kultur beim Festival „Kulturen der Völker der Welt“

Aserbaidschan und Turkmenistan wollen kulturelle Zusammenarbeit ausbauen

Aserbaidschan beim Zero-Waste-Forum in Istanbul stark vertreten

Außenministerium nennt Zahl der Toten und Verletzten nach Drohnenangriffen im Asowschen Meer

Außenministerium: Konsularische Hilfe für beim Drohnenangriff im Asowschen Meer verletzte aserbaidschanische Staatsbürger wird geleistet

Präsident der Österreichisch-Aserbaidschanischen Handelskammer ausgezeichnet

Russischer Vizeaußenminister: Öffnung von Grenzen ist entscheidend für Verkehrsanbindung im Südkaukasus

Experte: Wasserstoffenergie könnte nächste Phase der Energiepartnerschaft zwischen VAE und Aserbaidschan sein

Aserbaidschan nimmt am Programm „AI Leaders 2026“ in Kasachstan teil

Offizielle: Auto-Festival am Ufer des Kaspischen Meeres stößt auf großes Interesse

In Nachitschewan Getreideernte begonnen

Präsident von Turkmenistan bekräftigt enge Zusammenarbeit mit Aserbaidschan

Festival für Oldtimer und Supersportwagen auf dem Bakuer Boulevard eröffnet

Aserbaidschans Landwirtschaftsminister zu Besuch in der Türkei

Botschafter: Aserbaidschan bekräftigt regionale Zusammenarbeit durch konkrete Maßnahmen

Empfang zum Unabhängigkeitstag Aserbaidschans in Turkmenistan veranstaltet

„Großkaukasus-Biosphärenreservat“ Aserbaidschans in UNESCO-Weltnetzwerk aufgenommen

Ausstellung „Perlen des nationalen Erbes Aserbaidschans“ in Turkmenistan eröffnet

Iran-Spieler erhalten US-Visa für Fußball-Weltmeisterschaft

Deutschlands Fußballerinnen lösen Ticket für WM 2027 in Brasilien

Tennis: Alexander Zverev erreicht Finale der French Open

Aserbaidschanisches Öl wird für 99 Dollar verkauft

Aserbaidschan richtet Weltumwelttag in Baku aus

Erklärung der Kommission der Milli Majlis gegen ausländische Einmischung und hybride Bedrohungen zur gezielten Informationsprovokation von CNN

Minister: Rückgang des Wasserstands des Kaspischen Meeres bleibt eine zentrale umweltpolitische Priorität

Zentralbanken von Aserbaidschan und Ungarn unterzeichnen Absichtserklärung

Im Zoo von Baku zwei Amur-Tigerbabys geboren

Internationaler Tag der Umwelt am 5. Juni

In Baku Gedenken an Märtyrer-Journalisten Maharram Ibrahimov begangen

Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent nachgegeben

Aserbaidschanisch-deutscher Wirtschaftsrat könnte gegründet werden

Real-Präsident Pérez plant wohl Mega-Angebot für Olise

Wirtschaft in der Eurozone schrumpft überraschend

Erster Nordkorea-Besuch von Chinas Staatschef Xi seit 2019 angekündigt

Erste Vizepräsidentin Mehriban Aliyeva gratulierte der aserbaidschanischen Minifußball-Nationalmannschaft

Offizielles Baku erwartet von CNN eine Richtigstellung unbegründeter Behauptungen

Medienentwicklungsagentur: CNN-Bericht über Aserbaidschan ist grobe Informationsmanipulation

Präsident Ilham Aliyev: Saubere Umwelt und Ziel des „grünen Wachstums“ als eine von fünf zentralen nationalen Prioritäten festgelegt

Außenministerium Aserbaidschans veröffentlicht Erklärung zum Drohnenangriff auf Schiffe mit aserbaidschanischen Staatsbürgern im Asowschen Meer

Aktuelle Edelmetallpreise: Gold und Silber

Beim Abspielen der Hymne wird es voll auf dem Platz

Präsident Ilham Aliyev gratuliert Nationalmannschaft zum EM-Titel im Minifußball

Preis von Azeri Light kostet mehr als 100 US-Dollar

Präsident Putin: Am gegenwärtigen außenpolitischen Kurs Jerewans ist nichts Außergewöhnliches

Aserbaidschans Minifußball-Nationalmannschaft zum Europameister gekrönt

Russischer Präsident dankt Präsident Ilham Aliyev für Unterstützung bei Lieferung humanitärer Hilfe in den Iran VIDEO

Russischer Präsident dankt Präsident Ilham Aliyev für Unterstützung bei Lieferung humanitärer Hilfe in den Iran VIDEO

Wladimir Putin: Russland hat stets sehr gute Beziehungen zu Aserbaidschan gehabt und pflegt diese weiterhin VIDEO

Wladimir Putin: Russland hat stets sehr gute Beziehungen zu Aserbaidschan gehabt und pflegt diese weiterhin VIDEO

Estland sieht Potenzial für engere Zusammenarbeit mit Aserbaidschan im Bereich Cybersicherheit

Außenminister Aserbaidschans und Irans führen Telefongespräch

IV. Nationales Forum für Cybersicherheit in Baku abgehalten

Lied und Musikvideo „Wer sagte, man solle nicht an das Glück glauben?“ vorgestellt

Außenminister Bayramov trifft neuen brasilianischen Botschafter in Aserbaidschan

Formel 1: Aston Martin kündigt Newey-Rückkehr an

Russisches Außenministerium spricht sich für Wiederaufnahme kultureller Zusammenarbeit mit Aserbaidschan aus

Weitere Lieferung von Dieselkraftstoff von Aserbaidschan nach Armenien exportiert

Erste Sitzung des belgisch-aserbaidschanischen Forums in Brüssel abgehalten

„Schah Denis“ – 30 Jahre ein Energie-Großprojekt

Älteste Einwohnerin Aserbaidschans im Alter von 136 Jahren gestorben

Fünf Jahre seit dem Tod des Journalisten Maharram Ibrahimov

Aserbaidschan, Ukraine und Moldau vereinbaren Zusammenarbeit im Bereich Cybersicherheit