Maduro als neuer Präsident vereidigt
Baku, den 20. April (AZERTAG). Er ist die Wunschnachfolge des toten „Comandante“ Chávez. Maduro ist als neuer Präsident Venezuelas vereidigt worden. Die Opposition erkennt das Ergebnis nicht an - die Wahlbehörde hat eine Neuauszählung zugesichert.
Fünf Tage nach der Präsidentschaftswahl in Venezuela hat der zum Wahlsieger erklärte Sozialist Nicolás Maduro offiziell sein Amt angetreten. Der 50-jährige Nachfolger des gestorbenen Hugo Chávez legte am Freitag den Amtseid ab - und bekam die Präsidentenschärpe überreicht. Bei der Zeremonie im Parlament in Caracas waren zahlreiche Amtskollegen Maduros anwesend, darunter Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff, Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad und Kubas Präsident Raúl Castro. Oppositionsabgeordnete blieben der Vereidigung aus Protest fern.
Maduro hatte die Wahl am vergangenen Sonntag mit hauchdünnem Vorsprung vor dem Oppositionskandidaten Henrique Capriles Radonski gewonnen. Capriles will Maduro erst nach einer Neuauszählung aller Stimmen anerkennen. Die nationale Wahlbehörde hat dies zugesichert. Capriles rief seine Anhänger auf, während der Vereidigung Salsa-Musik zu spielen und auf Töpfe und Kessel zu schlagen. In Caracas war der Protest lautstark zu hören.
Das Mandat des neuen Staatschefs dauert bis 2019. „Ich schwöre im Namen des venezolanischen Volkes und des ewigen Gedächtnisses des obersten Comandante, die Verfassung einzuhalten“, so Maduro.
Bei seiner ersten Ansprache wurde Maduro für einige Sekunden von einer Person direkt am Rednerpult unterbrochen. Der Hintergrund des Zwischenfalls ist allerdings noch unklar.
Nach der umstrittenen Wahl, bei der Capriles mit 1,8 Prozent unterlag, hatte es massive Proteste in Venezuela gegeben, acht Menschen wurden getötet.