Medien- und Rundfunkrat veröffentlicht Erklärung zu einheitlichen Kleidungsvorschriften im Bildungswesen
Baku, 12. Oktober, AZERTAC
Die Einführung einheitlicher Kleidungsvorschriften für Lernende und Lehrkräfte in Aserbaidschan dient der Wahrung des Prinzips einer säkularen Bildung sowie der Gewährleistung eines einheitlichen Ansatzes im Bildungsumfeld. Dennoch seien Versuche zu beobachten, den Kern der Frage voreingenommen zu politisieren, auf eine religiöse Ebene zu verlagern und künstlich gesellschaftliche Spannungen zu erzeugen. Das heißt es in einer Erklärung des Medien- und Rundfunkrats, berichtet AZERTAC.
In der Erklärung wird betont, dass insbesondere koordinierte Aktivitäten auf sozialen Medien Anlass zu wachsender Besorgnis geben. Dazu zählten die massenhafte Verbreitung inhaltsgleicher oder ähnlicher Beiträge sowie negativer Kommentare und Reaktionen über verschiedene Konten innerhalb kurzer Zeiträume. Auch Aufrufe, Menschen zu Verstößen gegen die öffentliche Ordnung zu bewegen, seien zu beobachten.
Dass eine begrenzte Zahl gleichnamiger Konten wiederholt auf zahlreiche Beiträge reagiere und die Aktivitäten in bestimmten Zeiträumen deutlich zunähmen, liefere ernsthafte Anhaltspunkte für einen koordinierten Ablauf. Dies deute auf Trollangriffe und eine aus dem Ausland zentral gesteuerte Informationsmanipulation hin.
„Das Hauptziel solcher Eingriffe besteht darin, die tatsächliche öffentliche Meinung zu verzerren, durch künstliche Aktivität einzelner Konten den Eindruck massenhafter Unzufriedenheit zu erwecken, von der eigentlichen Frage abzulenken und das Thema für bestimmte politische Ziele zu instrumentalisieren.
Der Medien- und Rundfunkrat ruft die Bürgerinnen und Bürger, Medien sowie Nutzer sozialer Netzwerke dazu auf, solchen Fällen besondere Aufmerksamkeit zu schenken, die koordinierte Aktivität verdächtiger Konten zu berücksichtigen, manipulative Inhalte nicht ungeprüft weiterzuverbreiten und sich nicht von künstlich erzeugten Informationswellen beeinflussen zu lassen“, heißt es in der Erklärung.