Nordkorea macht jede Reformhoffnung zunichte
Baku, den 30. Dezember (AZERTAG). Unter Berufung auf ausländische Massenmedien teilt AZERTAG mit, es sei eine klare Ansage der neuen Führung in Pjöngjang: „Dumme politische Verantwortliche in der Welt“ sollten sich keinerlei Hoffnung auf einen Kurswechsel machen. Der mächtige Militärrat droht Südkorea mit Vergeltung für „unverzeihliche Sünden“ anlässlich der Beisetzung Kim Jong Ils.
Die Trauerzeit für den bisherigen Machthaber Kim Jong Il ist kaum beendet, da macht Nordkorea klar, was es von einem Abweichen von dessen Kurs hält: nichts. Die neue Führung schloss einen politischen Kurswechsel am Freitag kategorisch aus. Wie die Nationale Verteidigungskommission, soll es auch künftig keine Gespräche mit der Regierung in Südkorea geben.
Die Wortwahl der Mitteilung aus Pjöngjang ist drastisch. „Wir erklären feierlich und voller Stolz den dummen politischen Verantwortlichen in der Welt, darunter der Marionettenregierung in Südkorea, dass sie von uns nicht die geringste Änderung erwarten dürfen“. Es werde keinerlei Beziehungen zu dem „Verräter Lee Myung Bak und seiner Gruppe“ geben, so die Nationale Verteidigungskommission mit Bezug auf den südkoreanischen Präsidenten. Die Kommission, die bis zu seinem Tod von Kim Jong Il geführt wurde, gilt als mächtigstes Gremium des Staats.
Nach dem Tod des langjährigen Machthabers am 17. Dezember und der Machtübernahme durch seinen jüngsten Sohn Kim Jong Un hatten zahlreiche westliche Regierungen leise Hoffnungen auf einen politischen Wandel in Nordkorea geäußert. Diese dürften sich spätestens mit der neuen Botschaft zerschlagen haben.
Doch mit einer reinen Blockadehaltung begnügt sich das Regime in Pjöngjang keineswegs - und geht stattdessen in die Offensive. Ohne weitere Erklärungen wird in der Mitteilung von Freitag Vergeltung für die „unverzeihlichen Sünden“ der südkoreanischen Regierung während der Beisetzung des verstorbenen Machthabers angekündigt. Kim Jong Il war am Mittwoch feierlich in Pjöngjang beigesetzt worden. Während eines Trauerzugs durch die Hauptstadt hatten Zehntausende die Straßen gesäumt. Die Trauerbekundungen waren durch das Regime sorgfältig orchestriert worden.