OIC bekräftigt vier Resolutionen zu Aserbaidschan
Baku, 19. Oktober, AZERTAC
Die 52. Tagung des Rates der Außenminister der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) hat am 17. und 18. Oktober in Bagdad stattgefunden. Aserbaidschan wurde durch eine Delegation unter Leitung des stellvertretenden Außenministers Yaltschin Rafiyev vertreten.
Im Mittelpunkt der Beratungen standen regionale und internationale Herausforderungen sowie die Ausweitung der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten. Rafiyev äußerte sich besorgt über die zunehmenden Spannungen in der Region und die weltweit steigende Islamfeindlichkeit. Zudem sprach er über den Normalisierungsprozess zwischen Aserbaidschan und Armenien sowie die Prioritäten des bevorstehenden aserbaidschanischen Vorsitzes in der OIC-Gipfelkonferenz.
Zum Abschluss verabschiedete der Rat vier aktualisierte Resolutionen zu Aserbaidschan, die sich mit den Folgen der armenischen Aggression, der wirtschaftlichen Unterstützung Aserbaidschans, der Zerstörung islamischer historischer und kultureller Denkmäler sowie der Solidarität mit den Opfern des Massakers von Chodschali 1992 befassen.
Die Bagdad-Erklärung begrüßte die Fortschritte im Normalisierungsprozess zwischen Aserbaidschan und Armenien, insbesondere die Paraphierung des Abkommens über Frieden und zwischenstaatliche Beziehungen. Armenien wurde aufgefordert, die verbleibenden rechtlichen und politischen Hindernisse für die Unterzeichnung des Friedensabkommens zu beseitigen. Zudem bekundete die Erklärung Unterstützung für den Wiederaufbau der befreiten Gebiete und rief die OIC-Mitgliedstaaten zur Unterstützung der Minenräumung auf.
Darüber hinaus wurde der aserbaidschanische Vertreter Aydin Safikhanli für die Amtszeit 2027–2030 in die Unabhängige Ständige Menschenrechtskommission der OIC gewählt. Am Rande der Tagung führte Yaltschin Rafiyev bilaterale Gespräche mit Vertretern Gambias, der Türkei und des Irak über die Zusammenarbeit im Rahmen der OIC.