Opferzahl durch Hurrikan „Helene“ steigt in den USA weiter
Washington, 4. Oktober, AZERTAC
Eine Woche nach dem Durchzug des Sturms „Helene“ im Südosten der USA ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 210 gestiegen. Nach Angaben der Behörden vom Donnerstag (Ortszeit) wurden in den Bundesstaaten North und South Carolina, Georgia, Florida, Tennessee und Virginia bislang insgesamt 212 Todesopfer registriert.
Damit ist „Helene“ nach dem Hurrikan „Katrina“ im Jahr 2005 der folgenschwerste Sturm, der in den vergangenen 50 Jahren das Festland der USA heimgesucht hat.
„Helene“ war am 26. September in Florida auf das US-Festland getroffen und dann über mehrere Bundesstaaten hinweggezogen. Wohnhäuser, Geschäftsgebäude, Straßen und Brücken wurden beschädigt oder komplett zerstört. Mehr als 10.000 Bundesbeamte, Einsatzkräfte und Angehörige der Nationalgarde waren im Einsatz.
In dem abgelegenen Ort Thomson im Bundesstaat Georgia starben zwei Neugeborene zusammen mit ihrer Mutter, als ein Baum auf ihren Wohnwagen fiel. Darüber berichtete die Nachrichtenagentur AP. Nach Angaben der Familie hatte sich die Mutter noch schützend vor die Babys geworfen. Die beiden Jungen, am 20. August geboren, sind damit die jüngsten bekannten Opfer des Sturms.
Biden und Harris besuchen betroffene Regionen - US-Präsident Joe Biden besuchte am Donnerstag Florida. Dort machte er sich ein Bild vom Ausmaß der Schäden und sicherte die Unterstützung der Regierung in Washington beim Wiederaufbau zu. Zuvor hatte er die Staaten North Carolina und South Carolina besucht. „Was ich gesehen habe, war herzzerreißend“, erklärte Biden am Mittwoch (Ortszeit) im Onlinedienst X.
Vizepräsidentin Kamala Harris, die für die Demokraten bei der Präsidentschaftswahl im November antritt, besuchte derweil den ebenfalls schwer getroffenen Bundesstaat Georgia.
Sie versicherte den Menschen, dass die Regierung in Washington mit den örtlichen Behörden zusammenarbeite, um „den Menschen die Unterstützung und Hilfe zukommen zu lassen, die sie so dringend benötigen und verdienen“. Sie half zudem bei der Verteilung von Styroporbehältern mit Lebensmitteln an betroffene Familien in einer Notunterkunft.