Polizei vereitelt möglichen Anschlag bei Papstbesuch
Baku, den 17. August (AZERTAG). Ein Chemiestudent hat nach Angaben der spanischen Polizei geplant, Anti-Papst-Demonstranten beim Weltjugendtag in Madrid anzugreifen. Laut der Zeitung „El País“ ist er ultrakatholisch und hat im Internet angekündigt, die Kirchenkritiker mit einem Giftgasanschlag zu „erledigen“.
Die spanische Polizei hat nach eigenen Angaben einen Anschlag auf eine Anti-Papst-Demonstration beim Weltjugendtag in Madrid verhindert. Ein aus Mexiko stammender Chemiestudent habe den Anschlag mit Stickgas und anderen Chemikalien verüben wollen. Der 24-Jährige wurde festgenommen.
In seinen Einträgen habe der Mann geschrieben, um gegen die Papstgegner vorzugehen, müsse man das Giftgas Sarin produzieren. Sarin ist hochgiftig; bei einem Anschlag mit diesem Gas starben in Tokio 1995 zwölf Menschen, Tausende wurden verletzt. Der Mann hat laut „El País“ im Internet auch erklärt, dass er Schwefelsäure und andere explosive Substanzen herstellen könne. Offenbar wollte er Panik unter Demonstranten auslösen.
Zu der Demonstration gegen den Papstbesuch, gegen die sich der Anschlag richten sollte, hatten 140 Organisationen für Mittwochabend aufgerufen. Sie wollen dagegen protestieren, dass für den Besuch nach ihrer Ansicht Steuergelder ausgegeben werden - mitten in der schweren Schulden- und Wirtschaftskrise, in der die spanische Regierung harte Sparmaßnahmen durchgesetzt hat. Die Kirche bestreitet das: Der Weltjugendtag finanziere sich selbst, heißt es.
Papst Benedikt XVI. wird am Donnerstag in Madrid erwartet. Der Weltjugendtag begann am Dienstagabend mit einer Messe unter freiem Himmel, an der Hunderttausende junge Katholiken teilnahmen.