Rebellen melden Großangriff der Assad-Truppen
Baku, den 15. Februar (AZERTAG). Das Assad-Regime startet offenbar erstmals gleichzeitig an mehreren Brennpunkten im Land eine Offensive gegen die Aufständischen. In der belagerten Stadt Homs brennt eine Ölpipeline, aus Hama melden Rebellen neue Kämpfe. Laut Aktivisten rücken Eliteeinheiten nun auch in Damaskus vor.
Die Bilder sind dramatisch: Über der seit Tagen von syrischen Regierungstruppen belagerten Stadt Homs steht eine gewaltige schwarze Rauchwolke, eine Ölpipeline steht nach einer Explosion in Flammen.
Wer für das Inferno verantwortlich ist, dafür gibt es, wie so oft in diesen Tagen, verschiedene Erklärungsansätze. Die Rebellen berichten, Einheiten der Assad-Truppen hätten die Pipeline bombardiert. Die Regierung in Damaskus hingegen macht „Terroristen“ für die Explosion verantwortlich. Überprüfen lässt sich der Sachverhalt derzeit nicht.
Fest steht immerhin: In Homs ist ein Großbrand ausgebrochen. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, dass der dichte Qualm aus einer Wohngegend aufsteigt. In der Stadt liegen zwei Ölraffinerien. In den vergangenen Monaten ist es in Syrien immer wieder zu Anschlägen auf Öl- und Gaspipelines gekommen.
Aus Homs wurden am frühen Mittwochmorgen außerdem neue Angriffe auf Wohngebiete gemeldet. Die Armee habe wieder mehrere Stadtteile der Sunniten unter Beschuss genommen, berichteten Menschenrechtsaktivisten. Allein am Dienstag waren in Homs sechs Menschen getötet worden. Damit stieg die Zahl der Toten seit Beginn der jüngsten Offensive gegen die Protesthochburg auf mehr als 400. Im ganzen Land sind seit Beginn des Aufstands gegen Assad vor knapp einem Jahr nach Uno-Schätzungen mehr als 5400 Menschen getötet worden.