Russischer Politologe: Südkaukasus wechselt von Krisenmanagement zu Entwicklungssteuerung
Moskau, 8. Januar, AZERTAC
Der russische Politologe Aleksey Yaroshenko wertet die Aussagen von Präsident Ilham Aliyev als Beginn einer neuen Phase in den Beziehungen zwischen Aserbaidschan und Armenien. Russland unterstütze weiterhin eine friedliche Lösung, da dies direkt zur Sicherheit in der Region beitrage.
Yaroshenko betont, dass der Südkaukasus von einer Logik des Krisen- und Konfliktmanagements hin zu einer Logik der Entwicklungssteuerung übergeht. Die Wiederherstellung von Verkehrs- und Kommunikationswegen biete Armenien neue wirtschaftliche Chancen und ermögliche eine stärkere Integration in regionale Handels- und Logistiknetze. Gleichzeitig hoffe er, dass die armenische Gesellschaft ihre militaristische Haltung abbaut und langfristig von Stabilität und Frieden profitiert.
Der Experte unterstreicht, dass verstärkte wirtschaftliche und Infrastrukturprojekte das Risiko plötzlicher militärischer Eskalationen verringern. Russland sei bereit, seine Rolle als Garant zu erfüllen, doch die Entscheidung über den „externen Garant“ liege letztlich bei Aserbaidschan und Armenien.
Yaroshenko schließt: „Die engere wirtschaftliche Zusammenarbeit nach dem Krieg wird langfristig zur kollektiven Sicherheit im Südkaukasus beitragen.“
Farida Abdullayeva
AZERTAC-Sonderkorrespondentin
Moskau