Serie von Nachbeben erschüttert Kamtschatka
Baku, 31. Juli, AZERTAC
Nach dem heftigen Beben der Stärke 8,8 vor der Halbinsel Kamtschatka im Osten Russlands kommt die Erde dort weiter nicht zur Ruhe. In der Nacht zum Donnerstag registrierten internationale Erdbebenwarten zahlreiche Nachbeben, viele mit einer Stärke von weit über 5 und in geringer Tiefe von nur etwa zehn Kilometern. Weitere Nachbeben könnten in den kommenden Wochen folgen.
Für Millionen Menschen im Pazifik-Raum galten zwischenzeitlich Tsunamiwarnungen. Die befürchtete Katastrophe blieb aber bislang aus. Dennoch gab es auch einen Tag nach dem starken Beben noch nicht überall Entwarnung.
Selbst im Tausende Kilometer entfernten Pazifikstaat Neuseeland forderten die Behörden weiter zur Vorsicht in Küstennähe auf. Im Zuge des Bebens seien ungewöhnliche Wasserbewegungen und Strömungen beobachtet worden, teilte die nationale Katastrophenschutzbehörde Nema mit. Und Tsunamis seien vollkommen anders als normale Wellen, warnte der für Notfallmanagement zuständige Minister Mark Mitchell. “Es besteht eine 90-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass jemand stirbt, wenn er von einer Tsunamiwelle erfasst wird”, sagte er.
Tsunamiwarnungen wieder aufgehoben - In Chile evakuierten die Behörden die Küstengebiete des Landes. In der Ortschaft Hanga Roa auf der zu Chile gehörenden Osterinsel im Pazifik wurde die Küstenpromenade gesperrt. Später kam aber auch hier Entwarnung – wie unter anderem auch auf der bei Urlaubern beliebten Insel Hawaii. Dort sollten die Menschen in Küstennähe und im Wasser aber weiter vorsichtig sein, hieß es.
Tsunamiwarnungen wieder aufgehoben - In Chile evakuierten die Behörden die Küstengebiete des Landes. In der Ortschaft Hanga Roa auf der zu Chile gehörenden Osterinsel im Pazifik wurde die Küstenpromenade gesperrt. Später kam aber auch hier Entwarnung – wie unter anderem auch auf der bei Urlaubern beliebten Insel Hawaii. Dort sollten die Menschen in Küstennähe und im Wasser aber weiter vorsichtig sein, hieß es.
Auch in den westlichen US-Bundesstaaten Alaska, Washington und Oregon wurden die Tsunamiwarnungen wieder aufgehoben. Im Raum Los Angeles in Kalifornien waren die Strände nach vorübergehender Sperrung wieder zugänglich. Andere Pazifikstaaten wie Japan, die Philippinen und Indonesien hatten schon zuvor Entwarnung gegeben. In Japan reichte die Höhe der Flutwellen kaum über einen Meter hinaus.
Mit 8,8 war das Hauptbeben laut der US-Erdbebenwarte USGS das weltweit stärkste seit der Katastrophe von Fukushima im März 2011 – und wurde seit Beginn der Messungen überhaupt nur von fünf Beben übertroffen. Laut der Russischen Akademie der Wissenschaften war es zudem das heftigste in der Region seit 1952. Das Zentrum des Bebens lag den Angaben zufolge in der offenen See, etwa 130 Kilometer vor der nur dünn besiedelten Küste Kamtschatkas.
“Es wird in den kommenden Wochen und Monaten zu Nachbeben in der Region kommen, die aber sehr wahrscheinlich nicht mehr die Magnitude des Hauptbebens erreichen werden«, sagte Heidrun Kopp vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel dem Science Media Center (SMC). Generell seien Nachbeben gefährlich, da sie bereits beschädigte Infrastruktur komplett zerstören können. »Im vorliegenden Fall wären weitere Schäden vermutlich auf die Halbinsel Kamtschatka begrenzt.”
Dort brach wenige Stunden nach dem Hauptbeben auch der höchste Vulkan aus. Am Kegel des 4750 Meter hohen Kljutschewskoi sei ein starkes Glühen zu beobachten, teilten Wissenschaftler mit. An einer Flanke laufe Lava herab.