Südkorea löst Alarm wegen Cyber-Angriff aus
Baku, den 25. Juni (AZERTAG). Am 63. Jahrestag des Korea-Kriegs haben Hacker zahlreiche Web-Seiten der südkoreanischen Regierung zum Erliegen gebracht. Seoul löste Cyber-Alarm aus. Die Angreifer werden im Norden vermutet.
Nach dem Zusammenbruch mehrerer Internetseiten der Regierung hat Südkorea den sogenannten Cyber-Angriffs-Alarm ausgelöst. Mit dem Alarm werden Regierungsbehörden und Öffentlichkeit vor möglichen Angriffen aus dem Internet gewarnt und dazu angehalten, verstärkt auf die Sicherheit ihrer Rechner und Server zu achten.
Mehrere Internetseiten der Regierung - darunter auch die Präsidenten-Homepage - sowie einige Medienseiten funktionierten nicht mehr, wie es in einer Mitteilung des Wissenschaftsministeriums hieß. Die Seiten seien gehackt worden, die Untersuchungen liefen.
Ob die Vorfälle im Zusammenhang damit stehen, dass Dienstag der 63. Jahrestag des Beginns der Korea-Krieges ist, war zunächst unklar.
Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art. Zuletzt hatte die südkoreanische Regierung der Führung in Nordkorea vorgeworfen, im März mit einer Internetattacke Zehntausende von Computern und Servern bei südkoreanischen Sendern und Banken lahmgelegt zu haben.
Das Militär mischt bei Cyberangriffen mit - Eine vorläufige Untersuchung, die im April veröffentlicht wurde, kam zu dem Schluss, dass eine vom Militär betriebene Spionageeinrichtung Urheber des Angriffs war. Umgekehrt hat auch Nordkorea sein Nachbarland bezichtigt, Cyber-Angriffe ausgeführt zu haben.
Nach den massiven Spannungen in der Region besonders im März und April hatte Nordkorea zuletzt signalisiert, dass es wieder zu einer diplomatischen Annäherung bereit sei.