Syrische Fernsehreporterin getötet
Baku, den 27. Mai (AZERTAG). Bei Gefechten um die syrische Kleinstadt Kusair ist eine Journalistin ums Leben gekommen. Sie arbeitete für einen regimenahen Sender. Das melden die staatliche Nachrichtenagentur Sana und Menschenrechtsbeobachter. Die Reporterin soll von einem Heckenschützen erschossen worden sein.
Um die syrische Kleinstadt Kusair kämpfen Soldaten des Assad-Regimes und Aufständische seit Wochen erbittert - es ist die einzige verbliebene Rebellenhochburg nahe der libanesischen Grenze. Jetzt ist eine Journalistin des syrischen Fernsehens bei den Gefechten getötet worden. Das teilte der staatliche Nachrichtensender al-Ichbarija mit, für den Jara Abbas über einen Angriff von Regierungssoldaten berichtete.
Unter Berufung auf das syrische Informationsministerium hieß es, „Terroristen“ hätten die Reporterin in der Nähe des Militärflughafens Dabaa nördlich von Kusair getötet. Mit „Terroristen“ bezeichnen die staatlichen syrischen Medien die bewaffneten Aufständischen, die für den Sturz von Präsident Baschar al-Assad kämpfen.
Die oppositionsnahe syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, ein Heckenschütze habe Abbas nahe Dabaa getötet. In Abbas' Team habe es zudem Verletzte gegeben.
Nach Angaben der Beobachtungsstelle liegt die Zahl der binnen einer Woche in und um Kusair getöteten Kämpfer der libanesischen Hisbollah-Miliz bei mindestens 79. Wie die Beobachtungsstelle mit Sitz in London weiter erklärte, bezogen sich die Angaben auf den Zeitraum vom 19. bis zum 26. Mai morgens.
Die schiitische Hisbollah unterstützt Assad seit einiger Zeit mit Kämpfern. Berichten zufolge kämpfen bis zu 1700 Hisbollah-Milizionäre an der Seite der syrischen Armee in der Gegend von Kusair.