Taifun „Kalmaegi“ wütet auf den Philippinen – mindestens 58 Tote
Baku, 5. November, AZERTAC
Diese Sturmsaison setzte den Philippinen zu. Bei einem Taifun sind mindestens 58 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch meldete, hinterließ der Sturm mit dem Namen „Kalmaegi“ eine Spur der Verwüstung. Besonders betroffen ist die bei Touristen beliebte Provinz Cebu.
Unter den Todesopfern sind sechs Soldaten, deren Hubschrauber bei einem Hilfseinsatz abstürzte. 13 weitere Menschen werden den Angaben zufolge noch vermisst.
In von der Nachrichtenagentur AFP verifizierten Videos war zu sehen, wie Autos, Lastwagen und sogar riesige Schiffscontainer von schlammigen Fluten mitgerissen werden.
„Ich lebe seit 28 Jahren hier. Und das ist mit Abstand der schlimmste Sturm, den wir je erlebt haben“, sagte Don del Rosario, der in Cebu City in ein oberes Stockwerk geflüchtet war. „Das Wasser stieg so schnell. Um 4.00 Uhr morgens war es bereits außer Kontrolle – die Leute kamen nicht mehr aus ihren Häusern heraus.“
„Kalmaegi“ zog mit Windgeschwindigkeiten von 130 Kilometern pro Stunde übers Land, teilweise wurden Böen von bis zu 180 Kilometern gemessen. Bereits in den 24 Stunden vor dem Auftreffen auf Land von „Kalmaegi“ waren in der Region um die Provinzhauptstadt Cebu City laut dem staatlichen Wetterdienst 183 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Dies seien bereits deutlich mehr als der monatliche Durchschnitt von 131 Litern gewesen.
Zum Abschluss der Saison noch ein schwerer Sturm - Am Dienstagabend (Ortszeit) zog der Taifun westwärts durch die Visayas-Inselkette. Am Donnerstag wird er in Vietnam erwartet, das bereits in den vergangenen Tagen von Rekordregenfällen und Überschwemmungen heimgesucht wurde. Dabei wurden mindestens 40 Menschen getötet, wie die Katastrophenschutzbehörde am Dienstag mitteilte.
In Vietnam gibt es ebenso wie auf den Philippinen in der Regenzeit zwischen Juni und November oft Unwetter. Durch den menschengemachten Klimawandel werden extreme Wetterereignisse aber häufiger und heftiger. Bisher wurde Vietnam im Jahr durchschnittlich von zehn Taifunen und anderen tropischen Wirbelstürmen getroffen – der nun am Donnerstag drohende „Kalmaegi“ ist schon der 13. in diesem Jahr.