Tropensturm “Nalgae“ wütet in weiten Teilen der Philippinen: Mindestens 98 Tote
Baku, 31. Oktober, AZERTAC
Durch den Tropensturm “Nalgae“ auf den Philippinen sind fast hundert Menschen gestorben - und Behörden befürchten, noch weitere Opfer zu finden. Bis Montag seien 98 Tote und 63 Vermisste verzeichnet worden, teilte der Katastrophenschutz des südostasiatischen Inselstaates mit. In dieser Zahl sind jedoch Dutzende Bewohnerinnen und Bewohner eines Dorfs nicht enthalten, die wohl vor dem Sturm in die falsche Richtung flohen, und von einer Schlammlawine erfasst wurden. Sie werden ebenfalls vermisst.
Fast 70 Menschen seien bei den Überschwemmungen und Erdrutschen verletzt worden, hieß es weiter. Mehr als 900.000 Betroffene mussten ihre Häuser verlassen, 200.000 von ihnen seien derzeit in Evakuierungszentren untergebracht, hieß es. Insgesamt seien fast zwei Millionen Menschen vom Sturm betroffen gewesen. Die Philippinen haben 111 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner.
Die Unwetter hatten zunächst Ende vergangener Woche im Süden der Philippinen Verwüstungen angerichtet. In der Provinz Maguindanao wurden mehr als hundert Häuser von Erdmassen begraben. “Nalgae“ war dann in Richtung Nordwesten gezogen. Dort waren vor allem die Region Western Visayas sowie die südlich der Hauptstadt Manila liegenden Provinzen Cavite, Laguna und Batangas betroffen.
Präsident: “Wir hätten damit besser umgehen müssen“ - Der Sturm, der auf den Philippinen “Paeng“ heißt, werde das Land voraussichtlich am Montagnachmittag (Ortszeit) verlassen und in Richtung südliches China ziehen, teilte der Wetterdienst mit. Er war mit Windgeschwindigkeiten von 85 Stundenkilometern und Böen von bis zu 105 Stundenkilometern unterwegs.
Die Philippinen werden regelmäßig von Stürmen heimgesucht, etwa 20 Taifune und andere Stürme erreichen den Inselstaat pro Jahr. Der Präsident der Philippinen, Ferdinand Marcos junior hatte deshalb bereits am Samstag gesagt: “Wir hätten damit besser umgehen müssen.“ Man habe den vielen Regen unterschätzt, und es nicht geschafft, die Menschen rechtzeitig zu evakuieren.