Unicef prangert katastrophale Versorgungslage von Kindern und Jugendlichen in Gaza an
Baku, 6. April, AZERTAC
Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) warnt die Welt davor, die Not der Kinder und Jugendlichen im Gazastreifen nicht zu vergessen. Tausende Paletten mit Hilfsgütern stünden zwar an der Grenze bereit, aber der Zugang zu dem Küstengebiet sei seit dem 2. März gesperrt. Diese Blockade sei die längste seit Beginn des Kriegs vor eineinhalb Jahren, beklagte der zuständige Regionaldirektor Edouard Beigbeder.
Unter anderem gebe es nun in der Mitte und im Süden des Gazastreifens keine Gratisnahrung für Kleinkinder mehr, die bei knappen Vorräten für das Wachstum entscheidend sei, hieß es. Und gebrauchsfertige Säuglingsnahrung sei nur noch für 400 Kinder und für einen Monat übrig. Unicef schätzt aber, dass fast 10.000 Säuglinge unter sechs Monaten zusätzliche Nahrung benötigen.
Beigbeder sagte: „Im Interesse von mehr als einer Million Heranwachsenden im Gazastreifen fordern wir die israelischen Behörden auf, gemäß ihren Verpflichtungen des humanitären Völkerrechts sicherzustellen, dass zumindest die Grundbedürfnisse der Menschen gedeckt werden.“
Im Gazastreifen vor rund zwei Wochen sind nach Uno-Angaben mindestens 322 Minderjährige getötet worden, wie AZERTAC unter Berufung auf Spiegel berichtete. Mehr als 600 weitere Kinder und Jugendliche seien verletzt worden, hieß es in einer Mitteilung des Unicef vom Wochenbeginn. „Die meisten von ihnen waren Vertriebene, die in behelfsmäßigen Zelten oder beschädigten Häusern Zuflucht gesucht hatten.“