Usbekischer Experte: Mittlerer Korridor stärkt Integration Eurasiens
Baku, 8. Juli, AZERTAC
Der usbekische Transport- und Logistikexperte Mirshod Shakirov sieht den Mittleren Korridor als weit mehr als eine Verkehrsroute zwischen Asien und Europa. Im Gespräch mit AZERTAC bezeichnete er ihn als entstehende Wirtschaftsplattform, die die engere Integration Zentralasiens und des Südkaukasus fördern könne.
Nach seinen Worten eröffnet der Wandel globaler Lieferketten den Staaten entlang des Korridors die Chance, sich von Transitländern zu vollwertigen Akteuren der Weltwirtschaft zu entwickeln. Neben Investitionen in Häfen, Eisenbahnen und Logistikzentren seien vor allem Vertrauen, internationale Zusammenarbeit und die Entwicklung des Humankapitals entscheidend.
Shakirov hob die Schlüsselrolle Aserbaidschans hervor. Das Land habe frühzeitig in seine Verkehrs- und Logistikinfrastruktur investiert und sich damit zu einem wichtigen Knotenpunkt zwischen Zentralasien und Europa entwickelt. Insbesondere der Internationale Seehandelshafen Baku sowie die Bahnverbindung Baku–Tiflis–Kars seien von zentraler Bedeutung für die Entwicklung des Mittleren Korridors.
Langfristig könne sich der Mittlere Korridor zu einer der wichtigsten Wirtschaftsachsen Eurasiens entwickeln. Voraussetzung seien der weitere Ausbau der Infrastruktur, die Harmonisierung von Handelsregeln, die Digitalisierung sowie eine engere regionale Zusammenarbeit, sagte Shakirov.