Was passiert im Körper, wenn Sie jeden Tag Kürbis essen
Baku, 24. Oktober, AZERTAC
Der Kürbis ist unser Liebling im Herbst - und das hat gute Gründe. Denn das Gemüse ist nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund. Schließlich besteht der kalorienarme Kürbis zu neunzig Prozent aus Wasser, enthält dabei aber viele wertvolle Ballaststoffe.
Im Frühjahr verführt uns der Spargel, im Herbst haben wir schon wieder einen neuen Liebhaber. Dann sind wir dem Kürbis verfallen - und das aus gutem Grund: Ob Kürbissuppe, Kürbisquiche oder Salat mit Kürbiskernöl und Kürbiskernen - das Gemüse kann in der Herbstküche flexibel eingesetzt werden. Außerdem ist der Allrounder auf vielfältige Weise sehr gesund. In diesem Artikel erklären wir, warum Sie noch mehr Kürbisse essen sollten:
Der Kürbis bietet zahlreiche gesundheitliche Vorteile, die man gar nicht oft genug nennen kann. Am größten sind die Vorteile von Kürbis für die Gesundheit der Haut, den Blutzucker, das Immunsystem und bei der Vorbeugung chronischer Entzündungen.
Süß, pikant, gekocht, püriert, gebraten, überbacken oder eingelegt: Der Kürbis ist der Adabei der Herbstküche und bringt dabei noch eine ganze Palette an Mineralstoffen, wie Kalzium, Phosphor und Eisen mit. Kalium ist besonders prominent vertreten. Dieses ist wichtig für den Flüssigkeitshaushalt im Körper.
Das Kürbisfleisch wirkt abführend, entwässernd, beruhigend, aufbauend und abwehrstärkend. Kürbis wirkt bei Magen- und Darmerkrankungen sowie bei Herz- und Nierenleiden. Die Heilwirkung beruht auf dem hohen Anteil an Kalium und Magnesium, der zur Remineralisierung des Organismus beiträgt.
Tatsächlich hat Kürbis weniger als 50 Kalorien pro Tasse (245 Gramm) und besteht zu etwa 94 % aus Wasser. Einfach ausgedrückt ist Kürbis ein gewichtsreduzierendes Lebensmittel, da Sie mehr davon verzehren können als andere Kohlenhydratquellen – wie Reis und Kartoffeln – und trotzdem weniger Kalorien zu sich nehmen.
Kürbisse bestehen zu 90 Prozent aus Wasser und sind außerdem sehr kalorienarm: Pro hundert Gramm enthalten sie nur rund 25 Kalorien. Bei dem sogenannten Fruchtgemüse, das mit der Melone und der Gurke verwandt ist, handelt es sich botanisch gesehen „um die größte Beere der Welt.
Weltweit sind bislang rund 100 Kürbisgattungen und 850 verschiedene Arten bekannt, die allerdings nicht alle genießbar sind. Kürbisse können rot, grün, blau oder schwarz, rund, oval oder flaschenförmig sein: vom 50 Gramm schweren Winzling bis hin zum über 900-Kilogramm-Riesen. Den meisten ist jedoch der Klassiker am liebsten: der orangefarbene Hokkaido-Kürbis.
Kürbisse enthalten einen großen Anteil an Beta-Carotin. Aus dem natürlichen Farbstoff wird Vitamin A gebildet, das wichtig für unsere Sehkraft ist. Außerdem sorgt Beta-Carotin dafür, dass unsere Zellen geschützt werden - etwa vor der Hautalterung oder der Entstehung von Krebs. Ein weiterer Coup der Carotinoide: Sie schützen gegen Herz- und Gefäßkrankheiten.
Kürbisse enthalten um die 14 mg Vitamin C, was 14 Prozent des offiziell empfohlenen Vitamin-C-Tagesbedarfs entspricht. Vitamin C bekämpft freie Radikale, wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und antiviral. Das Vitamin regt außerdem die Produktion von Kollagen an, was sich in einer straffen und gesunden Haut bemerkbar macht. Außerdem stärkt es den Körper im Kampf gegen den Krebs und unterstützt das Immunsystem.
B-Vitamine für Nerven, Stoffwechsel und Hormonsystem verlangsamt den Alterungsprozess und senkt das Risiko für Grauen Star, so dass schon 100 g vom oft schwergewichtigen Gemüse den jeweiligen Bedarf zu 7 bis 11 Prozent decken. Diese Vitamine sind für die Nerven wichtig, helfen Ihnen also dabei, besser mit Stress umzugehen, unterstützen den Stoffwechsel, das Immunsystem, die Entgiftung – und sorgen obendrein für einen ausgeglichenen Hormonhaushalt.
Die Kürbiskerne sind vollgepackt mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Dazu liefern Sie hochwertiges Protein und heilsame Stoffe für die Prostata und Blase. Wie genau die Kerne bei gutartiger Prostatavergrößerung helfen können, wie und warum sie gegen Haarausfall wirken, wie sie Parasiten aus dem Darm vertreiben können und warum Sie die Kerne bei depressiver Verstimmung häufiger snacken sollten, erklären wir in unserem ausführlichen Artikel über Kürbiskerne.
Das Öl ist ein wunderbar geschmackvolles Speiseöl, das aufgrund seiner mehrfach ungesättigten Fettsäuren besser nur für Rohkost verwendet werden sollte. Das Fettsäureprofil sieht so aus, dass die Omega-6-Fettsäure (Linolsäure) 50 Prozent einnimmt. Die andere Hälfte besteht in etwa zu zwei Dritteln aus Omega-9-Fettsäuren (der einfach ungesättigten Ölsäure) und zu einem Drittel aus gesättigten Fettsäuren.
Omega-3-Fettsäuren sind nur in geringem Maß enthalten, so dass das Omega-6-Omega-3-Verhältnis nicht optimal ist und das Öl daher auch nicht täglich in großen Mengen verzehrt werden sollte – und wenn doch, so gleicht man mit Omega-3-reichen Nahrungsergänzungsmitteln aus (Algenöl) oder ab und an auch mit Omega-3-reichen Lebensmitteln z. B. Leinsamen oder Leinöl.