Westliche Regierungsvertreter treffen sich in London vor Gipfel in Alaska
Baku, 9. August, AZERTAC
In Vorbereitung des Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin kommende Woche in Alaska treffen sich an diesem Samstag westliche Regierungsvertreter in Großbritannien. Gastgeber sind der britische Außenminister David Lammy und US-Vizepräsident JD Vance, wie das Büro des britischen Premierministers Keir Starmer mitteilte.
An dem Treffen sollen den Angaben zufolge für Sicherheitsfragen zuständige Regierungsvertreter aus Europa und den USA teilnehmen. Das Treffen werde ein „bedeutsames Forum« sein, um Fortschritte hin zu einem »gerechten und dauerhaften Frieden“ in der Ukraine zu diskutieren, erklärte Starmers Büro.
Lammy und Vance hatten zuvor bereits bilaterale Gespräche in Großbritannien geführt. Dabei hätten sie die Bestrebungen von US-Präsident Trump zur Beendigung des „barbarischen Krieges“ in der Ukraine begrüßt, teilte Starmers Büro mit. Auch seien sie sich einig gewesen, dass „der Druck auf Putin aufrechterhalten werden muss, damit er seinen illegalen Krieg beendet“.
Telefonat zwischen Starmer und Selenskyj - Starmer hatte zuvor am Samstag mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Selenskyj forderte in dem Gespräch nach eigenen Angaben eine „maximale Koordination“ zwischen der Ukraine und ihren Partnern. Es seien „klare Schritte“ notwendig, damit Russland seinen Krieg gegen die Ukraine beende, erklärte Selenskyj in einer Onlinebotschaft, wie AZERTAC unter Berufung auf Spiegel berichtete.
„Wir wissen die Entschlossenheit des Vereinigten Königreichs, der Vereinigten Staaten und aller unserer Partner, diesen Krieg zu beenden, zu schätzen“, betonte der ukrainische Präsident. Zuvor hatte er vor „Entscheidungen ohne die Ukraine“ gewarnt. „Jede Entscheidung gegen uns, jede Entscheidung ohne die Ukraine ist auch eine Entscheidung gegen den Frieden“, erklärte Selenskyj. Die Ukrainer würden ihr Land „nicht den Besatzern“ überlassen.
US-Präsident Trump hatte zuvor ein Treffen mit Kremlchef Putin im US-Bundesstaat Alaska angekündigt, dort wolle man über die Zukunft der Ukraine sprechen. Der Kreml bestätigte das Treffen und lud Trump ein, im Anschluss Russland zu besuchen. Selenskyj soll in Alaska nicht dabei sein.