Wirbelsturm trifft USA: Millionen Menschen sind ohne Strom
Baku, 9. Juli, AZERTAC
Der Wirbelsturm „Beryl“ sorgt weiter für Verwüstung. Inzwischen hat er die USA erreicht und auch dort für Todesopfer gesorgt. Wie der Polizeichef von Houston mitteilte, starben insgesamt vier Menschen in der Metropole. In den vergangenen Tagen hatte „Beryl“ bereits in der Karibik und in Venezuela zu Tod und Verwüstung geführt. Mindestens elf Menschen starben dort durch den Wirbelsturm.
Obwohl Texas entsprechend vorgewarnt war und Houstons Bürgermeister John Whitmire noch am Sonntag vor „Selbstgefälligkeit“ gewarnt hatte, hatte „Beryl“ schwerwiegende Folgen. Berichten zufolge folgten viele Menschen nicht dem Aufruf der Behörden, sich in Sicherheit zu bringen.
Laut Behördenangaben sind fast drei Millionen Kundinnen und Kunden in Texas ohne Strom. Demnach werde es Tage dauern, bis die Stromversorgung wiederhergestellt ist.
Das Weiße Haus teilte mit, dass US-Präsident Joe Biden regelmäßig über die Lage informiert werde. „Beryl“ soll weiter über Osttexas und Arkansas ziehen. Der US-Wetterdienst rief eine Tornadowarnung für einige Gebiete aus.
Nun Tropensturm statt Hurrikan - In Texas verlor der Wirbelsturm an Stärke, inzwischen wird er nicht mehr als Hurrikan eingestuft. Als Tropensturm bringt er jedoch immer noch Regen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 km/h mit sich. Der Sturm bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 21 km/h fort.
Noch nie war so früh in der atlantischen Hurrikansaison, die im Juni beginnt und ein halbes Jahr dauert, ein derart starker Sturm erfasst worden. Wärmeres Meereswasser im Zuge des Klimawandels macht starke Wirbelstürme wahrscheinlicher. Derzeit ist das Wasser im Nordatlantik nach Angaben des US-Instituts für Ozean- und Atmosphärenforschung (NOAA) zwischen einem und drei Grad Celsius wärmer als normal.