Yokohama twittert angeblichen Raketenstart in Nordkorea
Baku, den 11. April (AZERTAG). In der Korea-Krise sind alle beteiligten Seiten mehr als nervös. Südkorea und die USA haben ihre Streitkräfte in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, weil sie den möglichen Start einer Mittelstreckenrakete in Nordkorea erwarten. Das gemeinsame Truppenkommando setzte das vierstufige Warnsystem Watchcon von Stufe drei auf zwei, wie der südkoreanische Rundfunk am Mittwoch berichtete.
In etwa zur gleichen Zeit verkündete die japanische Stadt Yokohama Fakten, wo bisher noch keine sind: „Nordkorea hat eine Rakete gestartet“, verkündete die Stadtverwaltung am Mittwoch kurz vor Mittag (Ortszeit) auf Twitter über ihr Konto @yokohama_saigai. Ein Irrtum. „Wir haben dann einen Anruf eines unserer Follower erhalten, dem der Fehler aufgefallen war“, sagte ein städtischer Angestellter. „Wir hatten die Nachricht vorbereitet, aber aus unbekannten Gründen wurde sie versehentlich versandt.“
Japan hat seine Streitkräfte angesichts der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel in Alarmbereitschaft versetzt. In der Hauptstadt Tokio sind Patriot-Abwehrraketen stationiert, zudem entsandte die Marine Zerstörer mit Abfangraketen ins Japanische Meer. Ministerpräsident Shinzo Abe versicherte am Mittwoch, dass Japan alles tue, „um das Leben unseres Volkes zu schützen und seine Sicherheit zu garantieren“.
Das kommunistische Nordkorea hat in den vergangenen Wochen immer wieder Angriffsdrohungen gegen Südkorea und die USA ausgesprochen. Die nordkoreanische Staatszeitung „Rodong Sinmun“ berichtete am Mittwoch, die nordkoreanische Armee sei in der Lage, „US-Militärstützpunkte nicht nur in Japan, sondern auch anderswo im asiatisch-pazifischen Raum zu vernichten“.